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Sehr geehrte Damen und Herren,
im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) haben die beiden
Geowissenschaftler Mark Zoback und Steven Gorelick von der Stanford University in
Kalifornien am 19.06.2012 eine umfassende Analyse der Möglichkeiten von CCS
veröffentlicht.
Fazit: Die sichere unterirdische Speicherung klimarelevanter CO2-Mengen ist illusorisch,
da hierbei mit der Auslösung von Erdbeben zu rechnen ist. Auch bei geringen Magnituden
führen diese zu Rissen im Deckgestein und somit zu Wegsamkeiten (Leckagen), über die
das CO2 wieder in die Atmosphäre gelangt.
Diese von zahlreichen Medien auch in Deutschland verbreitete Meldung bestätigt, worauf
wir seit Jahren hinweisen, nämlich dass eine „Langzeitsicherheit“ sogenannter CO2-
Speicher und damit die Sinnhaftigkeit von CCS als Klimaschutzmaßnahme nicht gegeben
ist. Der § 1 des CCS-Gesetzentwurfs mit der Zweckbenennung „Dieses Gesetz dient der
Gewährleistung einer dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen
Gesteinsschichten im Interesse des Klimaschutzes ...“ ist somit hinfällig und damit das
Gesetz insgesamt.
Wir fordern Sie auf, dieser nun auch international wissenschaftlich bekräftigten
Feststellung zu entsprechen und gemäß Artikel 4 der EU-CCS-Richtlinie keinerlei CO2-
Speicherung auf deutschem Hohheitsgebiet zuzulassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerinitiativen gegen CO2-Verpressung
aus Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
i.A. Christfried Lenz
P.S. Zitate (jeweils vom 19.06.2012):
"Ein einzelnes schwaches Erdbeben könnte die Abdichtung aufreißen", sagt Zoback. Das
CO2 würde aufsteigen und früher oder später wieder in die Atmosphäre entweichen.
Riesige Investitionen – umsonst.“ (Der Standard)
„Damit CCS einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leistet, müssten jedes Jahr
weltweit 3,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid vor allem in Kohlekraftwerken aufgefangen
und eingelagert werden.“ (sueddeutsche)
"Um den gleichen Klimanutzen wie bei erneuerbaren Energien zu erreichen, darf nur
weniger als ein Prozent des gespeicherten CO2 je tausend Jahre aus den Lagerstätten
sickern", schreiben die Forscher.“ (Spiegel Online)
„CCS ist noch nicht reif und vielleicht zu teuer und zwar auf unabsehbare Zeit. Ausserdem
gibt es die Befuerchtung, dass es schwerste Unfaelle geben kann, tausend mal schlimmer
als Fukushima: Riesige Gasvolumina unter mehr als 150 bar Druck. Wenn da eine Leitung
bricht, so wie der juengste Gasleitungsbruch an einer Bohrstelle in der Nordsee, so
koennten grosse Mengen CO2 in konzentrierter Form entweichen. Dieses Gas waere
schwerer als normal Luft, koennte einen Teppich bilden der alles erstickt. So etwas an der
Elbmuendung koennte es erforderlich machen, ganz Hamburg zu evakuieren. Wer sich
nicht sputet, erstickt, auch Fahrzeuge brauchen Sauerstoff. Jedes Tier waere danach im
Grossraum tot.“ (Focus online, Leserkommentar)
Bürgerinitiativen gegen CO2-Verpressung
aus Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
Offene Mail 21.06.2012
an die Mitglieder des Vermittlungsausschuss
zur Sitzung am 27.06.2012