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Winterjackensaison: Hände weg von Daunenjacken - VIER PFOTEN warnt vor verstecktem Tierleid

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Das Rupfen von lebenden Gänsen ist Tierquälerei © VIER PFOTEN – Markus Müller

 

Hamburg, 1. November 2011 – Herbst und Winter stehen vor der Tür, die Konsumenten denken über den Kauf von Winterjacken nach. Viele greifen jetzt zur Daunenjacke, die kuschelig warm und ein vermeintlich naturnahes Produkt ist. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN informiert, worüber die meisten beim Kauf nicht nachdenken: Wo kommen die Daunen überhaupt her und wie werden sie gewonnen? Fakt ist, dass die Daunen in den Jacken entweder aus Lebendrupf oder aus tierquälerischer Massentierhaltung wie der Stopfmast stammen. Beim Lebendrupf werden den Gänsen am lebendigen Leib die Federn herausgerissen. Verdeckte Ermittler von VIER PFOTEN wurden in Polen, Ungarn und China selbst Zeuge dieser grausamen Praxis. Sie sahen panische Gänse, blutende Wunden, die ohne Betäubung vernäht wurden, gebrochene Flügel, sterbende Tiere. Diese Prozedur müssen die Gänse meist mehrmals in ihrem kurzen Leben über sich ergehen lassen, bevor sie geschlachtet werden. Bei der Stopfmast werden die Tiere in hautengen Käfigen mehrmals täglich gestopft und sind am Ende der 2-3 wöchigen Zwangsmast todkrank. Aber nicht nur der Tierschutz bleibt bei den Gänse-, Entenfedern und Daunen auf der Strecke, sondern auch die Natur. Die Massentierhaltungen verseuchen Luft, Land und Wasser. Das angebliche Ökoprodukt Daune hat eine schreckliche Umweltbilanz. VIER PFOTEN fordert daher alle tierlieben Menschen dazu auf, sich für Jacken aus synthetischen Alternativen zu entscheiden.

 

„Das Problem ist, dass man selbst als Experte nicht unterscheiden kann, ob die Daunen von lebenden oder von toten Tieren stammen“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Es gibt kein Zertifizierungssystem und damit auch keinerlei Sicherheit.“ Offiziell ist die Entnahme von Daunen und Federn bei lebenden Gänsen nur erlaubt, wenn es den Tieren keine Schmerzen, Leiden oder Verletzungen zufügt, also durch Ausbürsten oder Auskämmen und während der Mauser. „Die Industrie hat sich dafür tolle Namen wie „Mauserrupf“, „Harvesting“ oder „Gathering“ ausgedacht“, erklärt Stephany. „In der Praxis ist das natürlich vollkommen unrealistisch und die Branche konnte weltweit noch keinen Betrieb nennen, der dieser harmlosen Praxis nachweisbar nachgeht.“ Auf die Angaben der Verkäufer ist dabei keinerlei Verlass, warnt VIER PFOTEN. Ende 2010 wies die Tierschutzorganisation nach, dass mehrere Firmen, die schriftlich versichert hatten, keinen Lebendrupf zu verarbeiten, genau das taten. Es folgte ein Boykott aller großen Versandhäuser.

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