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Mäster versteckt verletzte Schweine vor Veterinäramt - VIER PFOTEN fordert besseres Kontrollsystem

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Schweine leiden in der Intensivtierhaltung © VIER PFOTEN

 

 

 

Nordhorn / Hamburg, 1. November 2011 – Um bei der Kontrolle des Veterinäramts gut dazustehen, hat ein Mäster aus der Grafschaft Bentheim knapp 70 schwer verletzte Schweine in einer Lagerhalle „versteckt“. Sechs Tiere waren so krank, dass sie vor Ort eingeschläfert werden mussten. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nimmt diesen Vorfall erneut zum Anlass, um auf bessere Kontrollen in der Intensivtierhaltung zu drängen. Angekündigte Kontrollen, die im Regelfall auch nur alle drei Jahre stattfinden, seien in der Praxis wertlos. Die Mäster können sich in Ruhe darauf vorbereiten und verletze Tiere „entfernen“, bevor das Veterinäramt eintrifft. VIER PFOTEN fordert stattdessen unangekündigte Kontrollen. Anlagen müssten mindestens ein Mal pro Mastdurchgang kontrolliert werden. Auch das Anbringen von Kamera in den Mastanlagen könne für mehr Transparenz und weniger Tierquälerei sorgen.


„In der Agrarindustrie ist das Leben eines einzelnen Tieres wertlos“, sagt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. „Wenn die Medikamente für ein Tier mehr kosten, als der Landwirt am Ende für das Schlachtfleisch bekommt, ist es Standard, die Tiere lieber dahinvegetieren zu lassen.“ Auf das Gewissen der einzelnen Landwirte zu hoffen, sei vergebens. „Die Erfahrung hat gezeigt: Tierquälerei in den Mastanlagen kann nur durch stärkere Kontrollen verhindert werden“, so Stadler.

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