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urgewald **** klima-allianz deutschland
KfW und Kohlefinanzierung – klimaschädliche Geschäfte einer „grünen“ Staatsbank
Anlässlich der morgigen Bilanzpressekonferenz der KfW Bankengruppe legt die Umweltorganisation urgewald ein Briefing zur Kohlefinanzierung der KfW vor. Sie kritisiert darin, dass die Bank neben ihrem großen Engagement für Umwelt- und Klimaschutz immer noch Gelder für den klimaschädlichsten Energielieferanten Kohle vergibt.
„Die KfW stellt sich gerne als Klimabank dar. Dazu passt es beim besten Willen nicht, wenn sie wie im Geschäftsjahr 2012 in zwei Ländern Europas den Kohlekurs mit der Förderung ausgerechnet von Braunkohleprojekten weiter zementiert“, erklärt Kathrin Petz von urgewald und Autorin des Briefings. „Zum einen hat sie für den Braunkohletagebau Kolubara in Serbien ein Darlehen unterschrieben. Außerdem unterstützt sie die Planungen für das Braunkohlekraftwerk Ptolemaida V in Griechenland und prüft einen Kredit für das Projekt. Dies mag nur ein kleiner Teil des KfW-Gesamtportfolios sein, der Effekt sind jedoch Energiepfade, die noch Jahrzehnte lang auf die klimaschädliche Kohle ausgerichtet bleiben“, so Petz.
In den letzten Jahren unterstützte die KfW weltweit den Neubau von mindestens neun Kohlekraftwerken und zwei Kohleinfrastrukturprojekten und es ist keine Wende in Sicht: Im Kosovo hat sie sich gerade in die Diskussion um die Energiezukunft des Landes eingeschaltet und ausgerechnet Vattenfall beauftragt, dazu eine Studie zu erstellen. Das Ergebnis überrascht nicht: die Studie empfiehlt den Bau zweier neuer Braunkohlekraftwerke. „Das kann doch nicht sein! Die KfW, die in Deutschland die Energiewende fördert, beauftragt ausgerechnet den Braunkohlefreund Vattenfall mit einer Energiestudie für den Kosovo. Mit diesem durchsichtigen Manöver soll der Bau von neuen Kohlekraftwerken gerechtfertigt werden, die im Kosovo seit Jahren bekämpft werden“, empört sich Nezir Sinani, Energieexperte der kosovarischen NGO KOSID.
„Die momentane Förderpolitik der KfW, die sich nicht zwischen Klimaschutz und Kohlekraftwerken entscheiden kann, ist widersinnig. Mit Unterstützung des Energiewende-Landes Deutschland werden weltweit neue Kohleprojekte vorangetrieben.
Mit Klimaschutz hat das nichts mehr zu tun“, kritisiert Mona Bricke von der klima-allianz deutschland. „Wenn die KfW wirklich eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Klimaschutz einnehmen will, muss sie aufhören, Projekte zum Abbau, Transport oder Verbrennung von Kohle zu finanzieren. Ein erster Schritt wäre, den Neubau von Ptolemaida V in Griechenland nicht zu fördern“, so Bricke.
Urgewald und klima-allianz deutschland verweisen darauf, dass es Vorbilder gibt: die Nordische Investitionsbank (NIB), die in Skandinavien und im Baltikum finanziert, schließt Kohlekraftwerke von ihrer Finanzierung aus