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Der Appell und die Unterstützerliste der Bürgerinitiativen und
Umweltorganisationen für ein bundesweites CO2-Speicherverbot, die die
Bundestagsabgeordnete Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) am Dienstag
abend vor dem Bundesrat entgegennahm, ist inzwischen an alle
Mitgliedern des Vermittlungsausschusses gegangen. Initiativen-Sprecher
Christfried Lenz hatte Enkelmann, die für DIE LINKE im
Vermittlungsausschuss sitzt, beide Unterlagen vor Sitzungsbeginn
überreicht. Alles in allem gehe die Zahl der Unterstützer des Appells,
so Lenz, inzwischen in die Hunderttausend.
Die Behandlung des CCS-Gesetzes vertagte der Vermittlungsausschuss
dann später. "Unter Ausschluss der Öffentlichkeit soll nun offenbar
ein CCS-Kompromiss ausgekungelt werden", kritisiert Enkelmann das
Vorgehen. "Statt in Hinterzimmern zu tagen, sollten Bund und Länder
alle Versuche beenden, die CCS-Technologie in Deutschland auf Umwegen
doch noch durchzusetzen. DIE LINKE bleibt bei ihrer Forderung an die
Bundesregierung, das CCS-Gesetz zurückzuziehen und stattdessen ein
bundesweites Verbotsgesetz vorzulegen."
Für Enkelmann ist klar, dass die Bundesregierung den wachsenden
Widerstand der Bürgerinnen und Bürger endlich zur Kenntnis nehmen
muss. "CCS ist wegen der unkalkulierbaren Risiken gegen den Willen der
Bevölkerung nicht durchzusetzen. Darüber hinaus behindert CCS die
dringend notwendige Energie- und Klimawende", betont sie weiter. Für
Enkelmann ist auch der jetzt von den Grünen gemachte CCS-Vorschlag ein
fauler Kompromiss. Es sei rechtlich äußerst fragwürdig, für die
Industrie CCS zu gestatten, dies Stromkonzernen wie Vattenfall aber zu
verweigern. Es wäre zudem unverantwortlich, wegen der so genannten
Prozessemissionen der Industrie, die gegenwärtig nur rund zehn Prozent
der deutschen Klimagase ausmachen, ein neues Endlagerproblem zu
schaffen. Die Grünen öffneten so am Ende ein Tor, um die Speicherung
von CO2 doch noch zu ermöglichen.
Presseinformation von MdB (Linke) Dagmar Enkelmann