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Atommüll-Verursacher haben Rechtsanspruch für Transporte nach Gorleben.
Für die Zwischenlagerung in anderen Bundesländern fehlen Genehmigungen.
Zum angekündigten Stopp aller Castor-Transporte nach Gorleben erklärt
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Die Zusage zum Stopp der Castor-Transporte nach Gorleben steht auf
tönernen Füßen. Nicht, wie bisher kolportiert, die Zustimmung anderer
Bundesländer, Atommüll in ihren Zwischenlager-Hallen aufzunehmen, ist
das Hauptproblem. Viel wesentlicher ist die Kooperationsbereitschaft der
Atomwirtschaft.
Da es gültige Genehmigungen für das Zwischenlager Gorleben – und nur für
dieses – gibt, haben die Abfallverursacher quasi einen Rechtsanspruch
auf Castor-Transporte ins Wendland. Diesen Anspruch kann ihnen keine
Landesregierung und keine Bundesregierung so einfach nehmen.
Nur wenn die Atomwirtschaft bereit ist, auch für Zwischenlager an
anderen Orten Anträge auf die Einlagerung von Castor-Behältern aus den
Plutonium-Fabriken im Ausland zu stellen, kann es überhaupt ein
Genehmigungsverfahren für diese Standorte geben.
Stellen sich die Atommüll-Verursacher stur und halten an ihren Plänen
für nächste Transporte nach Gorleben ab 2015 fest, dann wird es für die
Behörden sehr schwer, dies zu verhindern.
Aus unserer Sicht wäre es am besten, vorläufig auf alle Atomtransporte
zu verzichten und diese erst wieder aufzunehmen, wenn klar ist, wo das
Endlager letztendlich sein wird. Denn dann muss der strahlende Müll nur
noch ein einziges Mal transportiert werden. Das minimiert die
Unfall-Risiken und die Belastung für alle Bundesländer.“