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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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2 Jahre Fukushima: Anti-Atom-Bewegung geht auf die Straße

ausgestrahlt

Großproteste in Gundremmingen, Gronau, Neckarwestheim und rund um das
AKW Grohnde / Mahnwachen in 168 Städten / „Wenn Angela Merkel wirklich
etwas aus Fukushima gelernt haben will, dann darf sie nicht bei einem
halben Atomausstieg stehen bleiben.“


Am morgigen Samstag und am Montag werden in vielen Orten in Deutschland
Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner auf die Straße gehen. Anlass
ist der zweite Jahrestag der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima.

Für Samstag sind vier große zentrale Protestaktionen geplant,
vorbereitet von unzähligen örtlichen Initiativen und großen
Umweltverbänden. Am Montag, dem eigentlichen Jahrestag, finden
bundesweit in 168 Städten Mahnwachen statt.

Zu den zentralen Protesten am Samstag werden am bayerischen
Atomkraftwerk Gundremmingen, dem baden-württembergischen AKW
Neckarwestheim und an der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW)
Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten erwartet. Die mit Abstand
größte Aktion gibt es aber rund um das niedersächsische Atomkraftwerk
Grohnde: In einem Radius von 40 bis 60 Kilometern rund um das AKW wird
auf einer Strecke von insgesamt 350 Kilometern eine Aktions- und
Menschenkette stattfinden. An fast 200 Sammelpunkten wird es ab 12.05
Uhr Aktionen geben. In den größeren Städten entstehen Menschenketten. Um
14 Uhr gibt es Abschlusskundgebungen in Hannover, Hildesheim, Göttingen,
Detmold, Minden und Stadthagen.

Aus 71 Städten fahren Busse zu den vier Großaktionen. Aus 46 weiteren
Städten machen sich die Menschen gemeinsam mit dem Zug auf den Weg.

Zu den Protesten erklärt Jochen Stay, Sprecher der
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„In Deutschland sind weiterhin neun Atomkraftwerke in Betrieb. Die
meisten davon sollen noch bis 2022 am Netz bleiben, obwohl sie immer
älter und störanfälliger werden und für die Stromversorgung nicht mehr
nötig sind. Nach neuesten Umfragen ist die Mehrheit der Bevölkerung
trotz Strompreis-Debatte nicht bereit, das Risiko eines schweren
Atom-Unfalls noch so lange zu tragen. Deshalb gehen wir erneut auf die
Straße und fordern die Stilllegung der AKW – und zwar jetzt und nicht
erst in neun Jahren. Wenn Angela Merkel wirklich etwas aus Fukushima
gelernt haben will, dann darf sie nicht bei einem halben Atomausstieg
stehen bleiben.“


Weitere Informationen zu den Protesten am 9. März:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2013

Karte mit allen für den 11. März geplanten Mahnwachen:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima2013/mahnwachen-113

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