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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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"Wer behauptet die Energiewende wäre teuer, kann nicht rechnen."

Kinder und Jugendliche von Plant-for-the-Planet fordern: Rettet die Energiewende!



Tutzing, 27. April 2013 Sauberer Strom ist viel billiger als die schmutzige Kernenergie, Kohle, Erdgas und Öl, rechnen die Jugendlichen von Plant-for-the-Planet vor. Wer behauptet die Energiewende wäre teuer, kann nicht rechnen.

Auf ihrem heutigen Jahrestreffen im bayerischen Possenhofen rechnen die jungen Zukunftsbotschafter den Erwachsenen vor: Selbst wenn die Energiewende bis zum Jahr 2050 500 Milliarden Euro kosten sollte, dann ist das preiswert. Bisher hat der deutsche Staat für die schmutzige Energie in einem vergleichbaren Zeitraum viel mehr an Subventionen ausgegeben als die ganz Energiewende kosten würde – nämlich 300 Milliarden Euro für die Atomenergie und nochmals über 400 Milliarden Euro zur Unterstützung der Stein- und Braunkohleförderung.



Außerdem verursachen erneuerbare Energien keine Folgekosten. Bei allen fossilen Energieträgern muss man die Kosten für die CO2-Speicherung hinzurechnen, die weltweit bisher nur in Bäumen funktioniert. Astronomisch teuer und ungelöst sind die Folgekosten für Lagerung, Umlagerungen und Bewachen des Atommülls über die nächsten Zehntausende von Jahren.

Des Weiteren schicken Sonne, Wind und Wasser im Gegensatz zu den arabischen Staaten und Russland keine Rechnung. Anders als vielfach in der Öffentlichkeit geäußert, schafft die Energiewende zudem Arbeitsplätze in Deutschland. „Die Energiewende ist dennoch kein rein deutsches Projekt, sondern hat Bedeutung für viele Industrienationen. Wenn ein Land wie Deutschland zeigt, dass die Energiewende funktioniert, dann kann kein anderes Land der Erde mehr sagen, es sei ein Ding der Unmöglichkeit,", sagt Niclas (15), Mitglied des neu gewählten Plant-for-the-Planet - Weltvorstandes.

Die Kinder und Jugendlichen von Plant-for-the-Planet fordern daher Kanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung auf, den 500-Milliarden-Euro-Kredit auf das Konto der nächsten Generationen aufzunehmen. „Wir Kinder werden ohnehin diese Schulden zurückzahlen müssen, die ihr aufnehmt, dann bitte für so ein sinnvolles Projekt wie die Energiewende“, so Felix (15); Gründer von Plant-for-the-Planet.

Angst vor großen Zahlen haben die Kinder von Plant-for-the-Planet nicht: Sie wollen in den nächsten Jahren 1.000 Milliarden Bäume pflanzen und haben bereits 12,6 Milliarden der lebenden Kohlenstoffspeicher gepflanzt. 100 neue Bäume setzten sie heute zusammen mit dem Tutzinger Bürgermeister Stephan Wanner im Tutzinger Forst.

Während ihres diesjährigen Jahrestreffens sind darüber hinaus die neuen Weltvorstände der Initiative und ihre Präsidenten gewählt worden. Unter 53 Kandidaten wählten die Kinder- und Jugendlichen von Plant-for-the-Planet je 14 Mitglieder des Kinder- und der Jugendvorstands. Ihre einjährige Amtszeit beginnt am 1. Juli 2013.




Über Plant-for-the-Planet

Die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet wurde im Januar 2007 ins Leben gerufen und hat ihren Ursprung in einem Schulreferat des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner über die Klimakrise. Felix entwarf am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Plant-for-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung: Derzeit verfolgen ca. 100.000 Kinder weltweit dieses Ziel. Sie verstehen sich als Initiative von Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit im Sinne einer Gesamtreduktion der Emission von Treibhausgasen und einer einheitlichen Verteilung dieser Emissionen auf alle Menschen einsetzt. Seit März 2011 hat Plant-for-the-Planet eine demokratische Struktur mit einem Weltvorstand, der aus 14 Kindern und 14 Jugendlichen aus acht Nationen besteht.

Neues Ziel der Kinder und Jugendlichen ist seit der Übernahme der traditionsreichen „Billion Tree Campaign“ von der UNEP im Dezember 2011 und damit des Führens des offiziellen Baumzählers der UNEP, bis zum Jahr 2020 weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Durch diesen riesigen Kohlenstoffspeicher können jedes Jahr zusätzlich 10 Milliarden Tonnen CO2(ein Baum kann pro Jahr durchschnittlich 10 kg CO2 binden) kompensiert und so wertvolle Zeit gewonnen werden, um die CO2-Emissionen endgültig nachhaltig zu senken. Wenn jeder Erdenbürger es bis 2020 schafft, 150 Bäume zu pflanzen, ist dieses Ziel zu schaffen. Mittels eines Zählers auf der Webseite kann der aktuelle Stand der gepflanzten Bäume verfolgt werden: www.plant-for-the-planet.org.

Bisher wurden bereits über 12 Milliarden Bäume in 193 Ländern gepflanzt. Die weltweite Kommunikations­kam­pagne der Kinder- und Jugendinitiative steht unter dem Slogan „Stop talking. Start planting.“ und wurde 2010 mit dem Social Effie in Gold für effiziente Kommunikation ausgezeichnet. Plant-for-the-Planet wird unterstützt durch die Global Marshall Plan Foundation, die Schweizer AVINA Stiftung von Stefan Schmidheiny, den Club of Rome und Leagas Delaney Hamburg. In Deutschland unterstützen Bahlsen, Develey Senf & Feinkost, und Parador die Akademien zur Ausbildung der Kinder.
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