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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Vorläufiges Aus für Steinkohlekraftwerk Arneburg ist ein gutes Zeichen:


"Kohlekraftwerke sind Klimakiller"

Mehrere Jahre lang hatte sich der Konzern RWE bereits zurückhaltend gezeigt,
ob er den Bau eines Steinkohlekraftwerk bei Arneburg weiter verfolgt oder
nicht. Nun gibt RWE das vorläufige Aus für das Projekt bekannt. Ein
Kraftwerksneubau lasse sich zurzeit nicht wirtschaftlich darstellen, heißt
es aus Essen. Dazu sagt die energiepolitische Sprecherin der
Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dorothea Frederking:

"Kohlekraftwerke sind Klimakiller. Arneburg hätte jährlich ein Mehr von 10
Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen bedeutet - deswegen ist das Aus für
das Steinkohlekraftwerk bei Arneburg eine gute Nachricht."

Nach den Informationen der bündnisgrünen Politikerin Frederking bedeutet
dieses Aus aber noch keine Entwarnung: "Inzwischen gibt es neue Pläne, statt
des Steinkohlekraftwerkes ein großes Erdgaskraftwerk zu bauen. Das Verfahren
ist schon gestartet. Wir müssen aufpassen, dass hier nicht der Teufel mit
dem Beelzebub ausgetrieben wird. Auch wenn fossile Gaskraftwerke bessere
Emissionswerte haben, wird trotzdem Kohlendioxid in großem Umfang in die
Atmosphäre geblasen."

"Die Mibrag sollte sich an RWE ein Beispiel nehmen und von ihrem
gesundheits- und klimagefährdenden Kohlekraftwerksneubau Profen abrücken.
Kohle hat keine Zukunft."

Hintergrund:
Frederking zu den nächsten Schritten der Energiewende in Sachsen-Anhalt:
"Sachsen-Anhalt exportiert schon heute 45 Prozent seines Stromes. Wir
brauchen also keine Erhöhung der Produktion. Vielmehr ist es an der Zeit,
einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage bei den schwankenden Erneuerbaren
Energien zu schaffen. Dafür brauchen wir Energiespeicher,  einen Netzausbau
zu den Regionen mit großem Strombedarf und die Nutzung von Strom im Wärme-
und Verkehrsbereich wie beispielsweise mit Wärmepumpen und Elektroautos.
Solange Speichertechniken und Stromnetze noch nicht für eine Vollversorgung
mit Erneuerbaren Energien bereit sind, dürfen nur noch kleinere, flexible
und effiziente Gaskraftwerke mit Kraft-Wärmekopplung gebaut werden. Diese
können in einer Übergangszeit mit Erdgas und müssen später mit erneuerbarem
Methan und Wasserstoff betrieben werden."

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