Overblog Alle Blogs Top-Blogs Mode, Kunst & Design
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

Werbung

Vor der Verbraucherschutzministerkonferenz: foodwatch fordert Entscheidung der Länder für die Pflicht-Veröffentlichung von Lebensmittelkontrollergebnissen - Keine Ausreden mehr nach Aigners Rolle

foodwatch

 

Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert die Länder vor der Verbraucherschutzministerkonferenz am Donnerstag auf, die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen verpflichtend an der Ladentür zu veröffentlichen. "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr: Die Verbraucher müssen endlich vor den Schmuddelbetrieben geschützt werden statt wie bisher die Schmuddelbetriebe vor den Verbrauchern", erklärte der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Bundesministerin Ilse Aigner hatte gestern im Vorfeld der Konferenz angekündigt, das Lebensmittelrecht so ändern zu wollen, dass eine verpflichtende Information durch Aushänge möglich ist.

 

"Frau Aigners Rolle vorwärts kommt eineinhalb Jahre verspätet. Völlig sinnlos hat die Ministerin den seit Jahren überfälligen Einstieg in eine transparente Lebensmittelüberwachung verzögert - gegen den ausdrücklichen Wunsch von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung", so foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Bereits im Mai 2011 hatten sich die Länder darauf geeinigt, die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen ab 1. Januar 2012 mittels einer "Hygieneampel" zu veröffentlichen und die Bundesministerin aufgefordert, eine Pflicht-Kennzeichnung durch Bundesrecht zu ermöglichen.

 

Die aktuell diskutierte Version der Hygiene-Ampel ist aus Sicht von foodwatch nicht geeignet, um die Forderung der Verbraucher nach echter Transparenz zu erfüllen. "Die Hygiene-Ampel belohnt in ihrer jetzigen Form zu viele Betriebe trotz zahlreicher Mängel mit einem ,grünen Licht'", kritisiert der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.

 

In Deutschland wird bei den amtlichen Lebensmittelkontrollen Jahr für Jahr etwa jeder vierte kontrollierte Betrieb beanstandet. Welche Betriebe in welcher Form gegen das Lebensmittelrecht verstoßen, erfahren die Verbraucher jedoch nicht. In Dänemark sind Betriebe bereits seit mehr als 10 Jahren verpflichtet, ihre Kunden direkt vor Ort mit Aushängen und einem Smiley-Symbol über das Ergebnis der letzten Lebensmittelkontrolle zu informieren. Seitdem ist die Quote der Beanstandungen dort um die Hälfte zurückgegangen. Bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts TNS Emnid im Auftrag von foodwatch im Jahr 2010 hatten sich 93 Prozent der Bundesbürger für die Einführung des dänischen Smiley-Systems in Deutschland ausgesprochen.

 
Mehr Informationen: http://www.foodwatch.de/smiley
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
Lebensmittelkontrolle? Das Grundübel besteht in Deutschland darin, dass es überwiegend Ländersache ist! Und dass meist die Gesundheitsämter beim jeweiligen Landratsamt aufgehängt sind. So ist es<br /> jedenfalls in Bayern geregelt. Und wenn eine Bundesverbraucherministerin etwas fordert, dann manteln sich die Länder auf: "Das ist Ländersache!" Selbst Landesämter müssen vor den Bezirksregierungen<br /> kuschen. Das habe ich selbst erlebt, als ich Prüferin im damaligen Landesamt für Ernährung und Jagd in Düsseldorf war. Wenn ich Missstände feststellte, dann durfte ich die nicht dokumentieren!<br /> Unglaublich - aber wahr! Ich bekam auch mit, wie Dedikationen an die Prüfer verteilt wurden. Als ich die Annahme verweigerte, wurde ich bedroht. Einmal wurde ich auf einem Autobahnparkplatz von<br /> einer Limousine am Wegfahren gehindert, zwei Gestalten stiegen aus, jeder einen Totschläger in der Hand. Ich rettete mich, indem ich Vollgas gab und mit dem Dienstauto durch das Blumenbeet pflügte.<br /> Die Verfolger waren verdutzt. Bei der nächsten Abfahrt runter und auf den Parkplatz eines gut besuchten Supermarktes. Dort rief ich meinen Chef im Landesamt an. Er schiss mich zusammen: "Wir haben<br /> schon Beschwerden, wie Sie prüfen. Das haben Sie sich selbst zuzuschreiben!" Unglaublich - aber wahr. Solche und andere Erlebnisse habe ich in einem Buch geschildert - allein, bisher fand ich<br /> keinen Verlag, der mutig ist, solche wahren Begebenheiten zu drucken. Da war ich mit einem Verlag einig geworden, aber der Verleger bekam dann kalte Füße!
Antworten