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Hamburg/Brüssel 16.09.2011: Die Europäische Kommission hat ihren neunten Bericht zur Entwicklung, Validierung und rechtlichen Akzeptanz von alternativen Methoden zu Tierversuchen im Bereich Kosmetika veröffentlicht. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt den Bericht und betont, dass das für 2013 geplante EU-Verkaufsverbot von Tierversuchskosmetik eingehalten werden muss.
Der Bericht bezieht sich auf Entwicklungen aus dem Jahr 2009 und enthält Informationen über alternative Testmethoden für die drei Kosmetik-Tierversuche, die derzeit immer noch erlaubt sind. Ab dem 11. März 2013 soll in der EU ein Verbot des Imports und Verkaufs von an Tieren getesteten Kosmetika in Kraft treten. 2009 wurden in den ersten Monaten 344 Tiere (Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen) für Tierversuche in der EU verwendet, seit März 2009 sind die meisten Tierversuche für Kosmetika in der EU verboten.
“Wir begrüßen diesen neusten Fortschritt im Bereich der Alternativen zu an Tieren getesteten Kosmetika“, sagt Marie Claire Macintosh, Tierversuchsexpertin von VIER PFOTEN. „Die öffentliche Meinung zeigt eindeutig, dass Tierversuche zu trivialen Zwecken, wie etwa Kosmetika, inakzeptabel sind. Labortiere außerhalb der EU leiden noch immer, weil sie vergiftet, mit Kosmetika zwangsernährt oder injiziert werden. Wenn das Verkaufsverbot 2013 nicht aufrechterhalten wird, werden Produkte weiterhin an Tieren getestet und in unseren Läden verkauft. Wir fordern eine Entscheidung der Kommission, dass eine Fristverlängerung nicht notwendig ist und dass das Verbot 2013 kommen muss!“
Die EU-Kommission wird Ende dieses Jahres darüber entscheiden, ob sie einen Gesetzesvorschlag zum Verkaufsverbot 2013 vorlegt. VIER PFOTEN setzt sich weiter dafür ein, dass dieses Verbot wie geplant im März 2013 in Kraft tritt.
Der vollständige Report (englisch) kann hier heruntergeladen werden: http://ec.europa.eu/consumers/docs/annual_reports_animal_testing_13092011_en.pdf