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Weiße Mäuse in einem Tierversuchslabor © VIER PFOTEN
Hamburg, 3. November 2011 – Gestern hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft die Anzahl der 2010 in Versuchen getöteten Tiere veröffentlicht. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ist schockiert, dass die Anzahl der sogenannten Versuchstiere gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen ist. Über 2 Millionen Tiere wurden 2010 allein in Deutschland in Tierversuchen gequält und getötet. Der größte Teil sind Nager, wie zum Beispiel Ratten, Mäuse und Meerschweinchen. Es wurden jedoch auch eine große Auswahl an anderen Arten verwendet: Fische, Vögel, Hasen, Hunde, Katzen, Pferde, Schweine, Schafe und nichtmenschliche Primaten. VIER PFOTEN fordert die Bundesregierung dringend dazu auf, sich endlich mehr für die Förderung alternativer Testmethoden einzusetzen.
„Die Zukunft der Labortiere sieht düster aus“, sagt VIER PFOTEN Geschäftsführerin Johanna Stadler. Die Anzahl der Tiere, die im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen getötet wurden, ist laut Statistik im letzten Jahr um 2,5 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass 2010 über 69.000 Tiere mehr verwendet wurden, als 2009. Insgesamt starben 2.856.316 Tiere, nachdem sie zuvor in Versuchen grausam gequält wurden. VIER PFOTEN appelliert an die Bundesregierung: Als führender Standort für Innovation und Forschung in Europa sollte Deutschland eine Vorbildfunktion für andere Industrieländer sein, indem die Entwicklung von alternativen Methoden gefördert wird, um Tierversuche sukzessive zu ersetzen.