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Tiertransport: Deutschland exportiert blutige Schweine nach Österreich - VIER PFOTEN erstattet Strafanzeige gegen bayrisches Transportunternehmen

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Verwundetes Schwein im Tiertransport auf der A1 © VIER PFOTEN


 

 

 

 

 

Hamburg / Bad Höhenstadt, 29. September 2011 – Aufmerksame Tierschützer haben am Sonntag auf der A1 einen Tiertransporter mit Schweinen beobachtet, der Richtung Wien fuhr. Bei einem Tankstopp an der Abfahrt Loosdorf, Niederösterreich, fotografierten sie die Tiere. Die Tierschützer waren schockiert: Die Schweine hatten zahlreiche blutige Verletzungen, machten einen stark vernachlässigten Eindruck. Woher die Verletzungen stammen ist noch unklar. Laut Ohrmarken der Schweine kommen die Tiere aus einer deutschen Mastanlage. VIER PFOTEN wird Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen den verantwortlichen Transporteur aus Bad Höhenstadt (Bayern) stellen. 

 

„Tiertransporte sind wegen der Enge und oft extremen Temperaturverhältnissen immer eine Qual für die Tiere. Doch Schweine zu transportieren, die derart verletzt sind, ist nicht nur ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch strafrechtlich relevant“, sagt VIER PFOTEN-Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany. Der Schweinetransport war dreistöckig beladen. Die Anzahl der Tiere pro Abteil bzw. pro Quadratmeter ist durch die EU-Transportverordnung für Schweine mit einem Gewicht von ungefähr 100 kg beim Transport mit 235 kg pro Quadratmeter begrenzt. Das heißt, dass sich fünf erwachsene Schweine zwei Quadratmeter teilen müssen – und selbst das wird oft überschritten. Überladung ist eines der häufigsten Probleme, immer wieder machen aber Tiertransporte auch Schlagzeilen, weil die Tiere über viele Stunden ohne Wasser und Futter transportiert werden. Dr. Stephany: „Staatliche Kontrollen finden zu selten statt! Die meisten Landwirte interessieren sich mehr für den Profit, als für das Wohl ihrer Tiere.“ VIER PFOTEN fordert stärkere Kontrollen und eine Beschränkung von Langstrecken-Tiertransporten auf maximal acht Stunden.

 

 

vierpfoten

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