WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Trotz weltweiter Proteste wurde im Juli in Pamplona erneut das grausame Stierrennen durchgeführt. 48 Stiere starben vor einer grölenden Menschenkulisse einen grausamen Tod.
Zahlen und Fakten
Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden.
Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.
Gemeinsam können wir den Stieren helfen
PETA Deutschland e.V. arbeitet auf allen Ebenen, um Stierkämpfe ein für allemal zu verbieten. Auf europäischer Ebene betreiben wir Lobbyarbeit, um Druck auszuüben, damit Stierkämpfe abgeschafft werden. Mit Petitionen und online-Aktionen bündeln wir den Protest und setzen auch lokale Instanzen, die den Stierkampf unterstützen, unter Druck. Mit Informationskampagnen informieren wir außerdem Touristen, damit sie sich im Urlaub keine Stierkämpfe anschauen.
Was Sie tun können:
Stand: Mai 2011
Trotz der weltweiten Ablehnung des Tötens von Stieren für die Unterhaltung hat der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand Stierkampf zu einem der Kulturschätze des Landes erklärt. Das öffnet die Tür dafür, dass dieser grausame Zeitvertreib in die „Liste des immateriellen Kulturerbes“ der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation – besser bekannt als UNESCO – aufgenommen wird. Ein Kulturerbe auf diese Liste zu bringen ist sowohl prestigevoll als auch lukrativ, da Welterbe-Stätten eine Touristenattraktion sind.
Bitte fordern Sie die französische Regierung dazu auf, die Deklarierung des Stierkampfes als französisches Kulturerbe zurückzuziehen. Empfänger Ihrer Protest-Email sind der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand und der französische Premierminister François Fillon.