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Hamburg, 8. März 2013 – Slowenischen Medienberichten zufolge hat die Nationalversammlung gestern ein neues Tierschutzgesetz verabschiedet, das Wildtiere in Zirkussen zukünftig verbietet. Damit wäre Slowenien schon das vierte Land in der EU, das das Mitführen von nicht domestizierten Tierarten in Zirkussen ganz beendet. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN wertet diesen Vorstoß als großen Erfolg für den Tierschutz und fordert das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf, jetzt auch endlich ein Wildtierverbot in Deutschland auf den Weg zu bringen.
Gemäß der nationalen Medienberichterstattung haben die slowenischen Abgeordneten einer Änderung des Tierschutzgesetzes zugestimmt, die neben dem Wildtierverbot in Zirkussen unter anderem auch die Zucht und Jagd von Tieren zur Pelzgewinnung verbietet. Slowenien unternimmt damit einen großen Schritt zur Verringerung des Tierleids im eigenen Land, während der Druck auf das deutsche Landwirtschaftsministerium damit steigt. „Nach der aus Tierschutzsicht beschämenden Novellierung des deutschen Tierschutzgesetzes ist Frau Aigner jetzt gefordert, zumindest das längst fällige Wildtierverbot auch in Deutschland umzusetzen. Ansonsten wird die Liste mit Ländern, die fortschrittlichere Regelungen zum Tierschutz haben, immer länger“, erklärt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN.
Insbesondere Wildtiere leiden in Zirkussen unter Bewegungsmangel, ständigen Ortswechseln und langen Transportzeiten. Insgesamt 14 Staaten haben in Europa bereits das Mitführen von Wildtieren eingeschränkt oder verboten, Slowenien kommt nun neu hinzu. Auch die Mehrheit der Deutschen und die Bundestierärztekammer unterstützt ein Wildtierverbot.