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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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SIE REDEN VOM FRIEDEN. SIE FÜHREN KRIEG. Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!

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Jetzt unterzeichnen

 


10 Jahre nach der ersten Konferenz auf dem Petersberg nahe Bonn die den Krieg einleitete, wollen sich im Dezember 2011 Delegationen aus 90 Ländern erneut in Bonn treffen. Nach der Propaganda der kriegführenden Regierungen soll jetzt zwar der Ausstieg aus dem Krieg offizielle zelebriert werden, in der Realität wird die NATO aber weiterhin Besatzungstruppen in fünfstelliger Zahl in Afghanistan stationiert haben und werden die Entscheidungen für das Land an anderen Stellen als in Afghanistan gefällt.

Zu erwarten für den Dezember 2011 ist eine große Propagandashow.

Die Aufgabe der Antikriegs- und Friedensbewegung gerade auch zu dieser Konferenz besteht darin, diese Verlogenheit mit all ihren Details aufzudecken.
Breit. Kraftvoll. Überzeugend. Solidarisch miteinander und mit den vom Krieg direkt Betroffenen!

!!! WAR STARTS HERE. LETs STOP IT HERE !!!


Aufruf unterschreiben!
Protestbündnis unterstützen!

Der Aufruf ist der Versuch, die unterschiedlichen Motive des Protestes gegen das Treffen zusammen zu fassen und gemeinsam zu formulieren. Es soll DER GEMEINSAME Aufruf unseres Protestes sein und kann deshalb natürlich nicht alle Gesichtspunkte des Protestes und der Motive aller im Einzelnen darlegen. Jede Gruppe, Struktur und Strömung ist bei der Unterstützung dieses Aufrufes natürlich auch weiterhin berechtigt, ja fast schon aufgefordert, in eigenen Aufrufen die eigenen Motive und Begründungen zu formulieren!

Mit dem gemeinsamen Aufrufwollen wir deutlich machen, dass die Proteste von unterschiedlichen Organisationen strömungs- und spektrenübergreifend organisiert und getragen werden.

Unterstützt jetzt den Aufruf persönlich und mit Euren Organisationen/Strukturen!
Macht Ihr jetzt deutlich, dass die Ablehnung des Krieges groß und der Protest dagegen von breiten Teilen der Gesellschaft getragen wird!

Der Aufruf zum Download


Das Protestbündnis hat einige vorbereitende Arbeiten abgeschlossen, vieles ist (wie auch die Planungen aus dem federführenden Außenministerium) noch ungewiss. Jedenfalls werden die Aktionen vom 3.-5. Dezember 2011 in Bonn die wichtigsten Protestaktionen gegen den Afghanistankrieg in diesem Jahr. Ab dem Antikriegstag am 1. September wollen wir öffentlich zur Beteiligung werben. Plakate und weitere Materialien können ab jetzt bestellt werden.
Um die Vorbereitung und Durchführung der Protestaktionen zu realisieren sind wir dringend auch auf Eure finanzielle Hilfe angewiesen. Wir bitten die Unterzeichnung des Aufrufes mit eine Spende zu verbinden.

Zur Orientierung empfehlen wir
20 Euro für Einzelunterzeichner
50 Euro für Initiative und/oder kleinere Organisationen
100 Euro als Organisationsunterstützung


Weitere Informationen gibt es auf der Bündnis-Homepage www.AfghanistanProtest.de
oder
auf www.afghnistankampagne.de
bei der Informationsstelle Militarisierung
beim Netzwerk Friedenskooperative
bei der AG Friedensforschung




********** Der Aufruf im Wortlaut **********

Widerstand und Protest gegen Petersberg II / Bonn, Dezember 2011

Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!

Auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz bei Bonn eine provisorische Regierung für Afghanistan unter Präsident Karzai eingesetzt – wenige Tage später beschloss der UN-Sicherheitsrat den ISAF-Einsatz. Nun lädt die Bundesregierung für den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegführenden Staaten werden hier zusammenkommen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten. Delegierte aus 90 Ländern sowie NGOs sollen vorgeblich über „Friedensperspektiven“ diskutieren - doch die Realität sieht anders aus:


Seit einem Jahrzehnt führt die NATO in Afghanistan unter dem Vorwand der „humanitären Intervention“ und des „Krieges gegen den Terror“ einen Krieg für wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Die Bilanz: Jahr für Jahr steigende Opferzahlen, insbesondere unter der Zivilbevölkerung, zerstörte Infrastruktur, massive Unterernährung, unbehandelte Krankheiten, sinkende Lebenserwartung, wachsende Gewalt gegen Frauen.

Trotz alledem werden Menschen, die vor Krieg, Zerstörung und Not flüchten, mit Militär und Polizeieinheiten, wie z.B. FRONTEX mit Gewalt von Europa ferngehalten.

Die Bundeswehr beteiligt sich an diesem Krieg und trägt Schuld an Kriegsverbrechen, wie z.B. dem Massaker bei Kunduz. Der jährlichen Verlängerung des parlamentarischen Mandates steht die mehrheitlich ablehnende Haltung der Bevölkerung entgegen: Es mangelt der Bundeswehr nicht nur an SoldatInnen, sondern auch an breiter Akzeptanz dafür, Krieg als Mittel der Politik zu führen. Mit dem Ziel dieses zu ändern, wird die Gesellschaft auf allen Ebenen zunehmend militarisiert. Die Reform der Bundeswehr bedeutet, dass die Bundeswehr an Schulen Rekruten wirbt, im Innern zum Einsatz kommt und zur Interventionsarmee umgestaltet wird.

Nun kündigt die Bundesregierung an, bei der zweiten Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg über „politische Lösungen“ und „Truppenabzug“ diskutieren zu wollen – eine reine Farce. De Facto sollen in Zukunft vermehrt afghanische Militärs und Polizisten ausgebildet werden, um stellvertretend für die NATO den Krieg fortzusetzen, den Großteil der Opfer zu stellen und, weiterhin von der NATO kontrolliert, selbst für „Sicherheit“ zu sorgen.

Gleichzeitig will die NATO als „Krisenmanagement“ die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) forcieren – die enge Integration politischer, militärischer, wirtschaftlicher, humanitärer und polizeilicher Instrumente. Was früher zivil war, wird heute militärischen Zielen untergeordnet. So wird z.B. auch „Entwicklungshilfe“ zum Bestandteil der NATO-Strategie.
Wir lassen uns nicht täuschen: Was wie eine „Friedensperspektive“ klingt, soll der Fortsetzung internationaler militärischer Interventions- und Besatzungspolitik dienen. Krieg bedeutet immer: Tod, Folter, Vergewaltigungen, Menschenrechtsverletzungen – so aktuell auch in Libyen.

Die Regierungen der Kriegsallianz wollen den Krieg in Afghanistan weiterführen und beraten nun über das Wie – die Antikriegs- und Friedensbewegung will den Krieg beenden! Wir fordern die umgehende Einstellung aller Kampfhandlungen und den umfassenden Abzug der Truppen aus Afghanistan! Die frei werdenden Gelder (im Jahr 2011 sind allein im Bundeshaushalt rund 1,1 Milliarde Euro für den Krieg vorgesehen) müssen ab sofort für den Wiederaufbau und die Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung nach deren Bedürfnissen eingesetzt werden! Nur so kann in Afghanistan ein Frieden entstehen, der seinen Namen auch verdient.


Die Antikriegs- und Friedensbewegung ruft zu gemeinsamen und vielfältigen Aktivitäten in Bonn auf. Vom 3. bis zum 5. Dezember 2011 wollen wir mit einer bundesweiten Demonstration und auf einer internationalen Konferenz Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik des Krieges setzen. Stellt Euch quer und beteiligt Euch an Aktionen Zivilen Ungehorsams!


Die Aufstände im arabischen Raum und die wiedererstarkte Anti-Atom Bewegung hierzulande lassen uns optimistisch sein, dass soziale Bewegung die Welt verändern und auch wir gemeinsam ein kraftvolles Zeichen gegen den Krieg setzen können!

Kommt nach Bonn!


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ErstunterzeichnerInnen aus der Antikriegs- und Friedensbewegung – die Bezeichnung in den Klammern dient zur Erklärung, in welchen Organisationen und Zusammenhängen sich die Aktiven engagieren (Stand: 15.07.2011)
Wilhelm Achelpöhler (Grünen Friedensinitiative), Düzgün Altun (DIDF), Reiner Braun (IALANA), Erika Bosch (Menschen für den Frieden Düsseldorf), Bernhard Clasen (Mönchengladbacher Friedensforum), Uli Cremer (Grünen Friedensinitiative), Peter Delis (Bundesausschuss Friedensratschlag), Kristian Golla (Netzwerk Friedenskooperative), Irmgard Heilberger (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit), Lühr Henken (Bundesausschuss Friedensratschlag), Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschland), Christine Hoffmann (pax christi), Willi Hoffmeister (Ostermarsch Rhein-Ruhr-Komitee), Matthias Jochheim (IPPNW), Marion Küpker (Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen), Werner Rätz (Attac-Deutschland), Clemens Ronnefeldt, (Internationaler Versöhnungsbund – Deutscher Zweig), Jürgen Rose (Darmstädter Signal), Uli Sander (VVN-BdA), Monty Schädel (DFG-VK), Reiner Schmidt (Interventionistische Linke), Martin Singe (Komitee für Grundrechte und Demokratie), Mani Stenner (Netzwerk Friedenskooperative), Peter Strutynski (Bundesausschuss Friedensratschlag), Hannelore Tölke (Mitglied des Bonner Stadtrates), Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung), Laura von Wimmersperg (Gruppen der Berliner Friedenskoordination), Lucas Wirl (NaturwissenschaftlerInnen-Initiative).

Darüber hinaus gibt es die Unterstützung bundesweiter Organisationen, wie attac Deutschland, Bundeswehr wegtreten!, IALANA, IPPNW, DFG-VK, PädagogInnen für den Frieden und der Partei „DIE LINKE“ (u.a. Gesine Lötzsch, Oskar Lafontaine), bzw. deren Untergliederungen sowie von regional arbeitenden Strukturen (Ostermarsch Ruhr, Siegener Zentrum für Friedenskultur etc.). Weiterhin liegt eine Reihe von Unterschriften von Einzelpersonen vor.


************* UND IHR ? ************************************************************

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