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Hamburg / Oslo, 14. Dezember 2011 – An den Universitäten in Tromsø und Oslo wurden Rentiere grausamen Hitze-Experimenten unterzogen. Die Forscher führten erst operative Eingriffe an den Hirnen der Tiere durch und setzten sie dann extrem hohen Temperaturen von bis zu 50° C aus. So wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie die Gehirntemperatur von Rentieren bei Hitze reguliert wird. Eine völlig unnötige und grausame Testreihe, kritisiert jetzt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Die Versuche seien grausam und nur aus Neugier durchgeführt worden. Einen Nutzen für den Menschen hätten die Ergebnisse nicht gebracht.
„Die meisten Tierarten leiden bei großer Hitze. Doch für Rentiere, die perfekt an den kalten arktischen Winter angepasst sind, bedeutet die Wärmebelastung extreme Tierquälerei“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Einigen Tieren wurden Metallrohre ins Gehirn implantiert und an den Schädel geschraubt. Anderen wurden Katheter in die Hauptblutgefäße am Nacken gelegt. Manchen Rentieren wurden Temperatursensoren in die Gehirne und Blutgefäße eingepflanzt. Bei vollem Bewusstsein wurden die Tiere dann für über eine Stunde Temperaturen bis zu 50° C ausgesetzt und mussten auf Laufbändern laufen. Um sich vor der Hitze zu schützen, begannen die Tiere zu hecheln. Damit konnte die Wärme allerdings nicht abgewehrt werden: die Gehirntemperatur stieg an und die Atemfrequenz steigerte sich von 7 auf ca. 260 Atemzüge in der Minute – also mehr als vier Atemzüge pro Sekunde. VIER PFOTEN fordert die Universitäten dringend dazu auf, keine weiteren Tierversuche durchzuführen.
Auszug aus der Studie: http://jeb.biologists.org/content/214/22/3850.abstract
