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Online-Protest: Outdoor-Konzern Patagonia setzt auf Tierquälerei Patagonia-Daunen aus brutaler Stopfmast

 

stopfmast.jpg

 

Hamburg, 19. Dezember 2011 – Der Jackenhersteller Patagonia schmückt sich mit einem Öko-Image. Doch von Nachhaltigkeit ist bei der Daunenbeschaffung keine Spur. Die Daunen stammen aus der Stopfleberproduktion, die in Deutschland und in Patagonias Heimatstaat Kalifornien als Tierquälerei verboten ist. Stopfleberproduktion bedeutet Tierquälerei, Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung. Patagonia weiß darüber Bescheid – und macht trotzdem weiter. 

 

Bereits vor einem Jahr machte die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Patagonia auf die traurige Daunenherkunft aufmerksam. „Patagonia hatte gegenüber VIER PFOTEN angekündigt, in Zukunft auf Stopfdaunen verzichten zu wollen. Offenbar war eine ferne Zukunft gemeint, denn Patagonia will weiterhin Daunen aus der Stopfleberproduktion verwenden“, so Marcus Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.

Das heißt, dass in Jacken von Patagonia Daunen stecken, die von Tieren stammen, die häufig in Käfighaltung leben und bis zu drei mal täglich mit Gewalt gestopft werden. Die Tiere werden durch die Zwangsmast todkrank, manche Tiere sterben noch während der Mast an Atemnot, Organversagen oder Verletzungen. Auch die Umwelt und Menschen haben zu leiden: Die Unmengen von ätzenden Fäkalien verschmutzen die Umwelt, der wertvolle Mais wird für die dekadente Foie Gras (Fettleber) massenweise verschwendet, während weltweit Menschen hungern.

Der kritische Kunde hat keine Chance, bei den Jacken die Ware aus der Stopfleberproduktion zu erkennen. Eine Kennzeichnung der Herkunft soll es auch in Zukunft nicht geben. Auf diesen Missstand angesprochen, teilte Patagonia mit, dass ein Etikett mit der Kennzeichnung aus Umweltschutzgründen nicht sinnvoll wäre.
„Mit den Stopfdaunen verwendet Patagonia Daunen aus der schlimmsten Tiermast der Welt. Offenbar sind Patagonia Tiere, Natur und die Kunden in Wirklichkeit ziemlich egal, Hauptsache die Daunen werden nicht knapp“, so Marcus Müller.

 

VIER PFOTEN fordert Patagonia auf, die Verwendung von Daunen aus Stopfleberproduktion sofort einzustellen und die bereits gelieferte Ware mit einem eindeutigen Warnhinweis zu kennzeichnen. „Wir finden, dass Patagonia auf die Jacken schreiben sollte, dass die Daunen aus in Deutschland illegaler Produktion stammen, gerne auch mit dem Bild einer gestopften Gans auf Recyclingpapier“, so Müller abschließend.

 

Mitmachen beim Online-Protest auf: www.vier-pfoten.de/patagonia

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