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In der aktuellen Oktober-Ausgabe ist ÖKO-TEST der Frage nachgegangen, wie gut die Qualität von Gesundheitstees ist und ob diese überhaupt wirken. 23 Blasen- und Nieren-, Magen- und Darm-, Schlaf- und Beruhigungs- sowie Husten- und Bronchialtees hat das Verbrauchermagazin im Labor untersuchen lassen und zudem eine pharmakologische Begutachtung durchgeführt. Das Resümee: Anscheinend geht es im Arzneipflanzenanbau oft nicht ohne Pestizide. Und leider gibt es kaum Studien, die die Wirksamkeit von Gesundheitstees belegen können.
Schadstoffe sind, wie die Untersuchung zeigt, bei den Gesundheitstees die Regel. Nur drei der 23 Produkte waren pestizidfrei. Zwar entdeckte das Labor keine Höchstmengenüberschreitungen, dafür aber verschiedene Pestizid-Mixturen. Das hinterlässt ein ungutes Gefühl, weil niemand weiß, wie gefährlich diese sind.
Die Frage nach der Wirksamkeit der Tees bleibt aus wissenschaftlicher Sicht weitgehend unbeantwortet. Denn moderne klinische Studien sind Mangelware. Hinweise geben nur Anwendungsbeobachtungen und ärztliche Erfahrungen. Es zeigte sich beispielsweise, dass bei leichten Magenkrämpfen, Blähungen oder Völlegefühl die ätherischen Öle aus Kamillenblüten, Anis, Fenchel, Schafgarbe, Salbei und Pfefferminze die Beschwerden lindern können. Sie wirken krampflösend auf die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes. Baldrian, Lavendel, Melisse, Hopfen und Passionsblume helfen dagegen bei nervösen Unruhezuständen und Schlafstörungen.
Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2012 gibt es seit dem 28. September 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.