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Oberpollinger verkauft Biber- und Kaninchenfell - VIER PFOTEN entdeckt erneut Echtpelz im angeblich pelzfreien Premiumkaufhaus der KARSTADT Warenhaus GmbH

 

 

München, 21. Dezember 2012 – Noch am 7. Dezember hat das Münchener Premiumhaus der KARSTADT Warenhaus GmbH, „Oberpollinger“, auf Facebook verkündet, dass dort kein Echtpelz verkauft werden darf. Jetzt hat VIER PFOTEN in dem Luxuskaufhaus erneut Kleidungsstücke mit Echtpelz-Besatz gefunden, darunter Produkte mit Biber- und Kaninchenfell. Die Tierschutzorganisation fordert das Unternehmen auf, seine Selbstverpflichtung zur Vermeidung von Echtpelz endlich konsequent durchzusetzen. „Offensichtlich hat „Oberpollinger“ seine eigenen Mieter nicht im Griff. Das Münchener Kaufhaus und der KARSTADT Konzern müssen ihre Tierschutz-Vorgaben auch gegenüber Concession-Shops strikt umsetzen und Verstöße ahnden“, fordert Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.

 

Informationen zu garantiert Pelz-freien Modeunternehmen liefert das internationale „Fur Free Retailer“-Programm. Die gemeinsame Initiative vieler Tierschutzorganisationen informiert über Modeunternehmen, die sich schriftlich verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verwenden. Weltweit haben sich bereits 244 Mode- und Handelsunternehmen dem „Fur Free Retailer“-Programm angeschlossen, darunter Marktführer wie H&M, Esprit oder Zero. Eine Übersicht über Pelz-freie Unternehmen hat VIER PFOTEN auf der Website www.vier-pfoten.de/kampagnen/wildtiere/pelz/mode-ohne-pelz veröffentlicht. „Oberpollinger und die KARSTADT Gruppe müssen ihre internen Vorgaben ohne Ausnahme umsetzen, dann könnte der Konzern Mitglied des „Fur Free Retailer“-Programms werden und so seinen Mietern die Bedeutung des Tierschutzes im Unternehmen deutlich machen. Denn um bei Tierschutzstandards gegenüber seinen Kunden und der Öffentlichkeit glaubwürdig zu sein, reichen Lippenbekenntnisse nicht aus“, so Dr. Stephany.


Auch wenn die Öffentlichkeit Mode mit Echtpelz sehr kritisch beurteilt, wird Pelz mittlerweile wieder in vielen Geschäften angeboten. Statt des klassischen Pelzmantels zeigt er sich aber heute vor allem als Besatz an Krägen, Kapuzen, Aufschlägen, Schuhen und Mützen oder kommt als Accessoire wie Schals oder Schlüsselanhänger in den Handel.

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