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Niedersachsen plant 200 neue Hühnermastanlagen - VIER PFOTEN kritisiert Bauboom

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Hannover / Hamburg, 6. Januar 2012 – Trotz Protesten von  zahlreichen lokalen Bürgerinitiativen planen Investoren dieses Jahr den Bau von 200 neuen Hühnermastanlagen in Niedersachsen. Dies geht aus einer aktuellen Anfrage der Grünen im Niedersächsischen Landtag hervor. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN übt jetzt heftige Kritik an den geplanten Anlagen. Den Investoren ginge es nur um Profit, zigtausendfache Tierquälerei sei vorprogrammiert. VIER PFOTEN fordert eine landesweite Änderung im Baurecht. Der Bau von Mastanlagen dürfe nicht länger privilegiert werden. Zudem müsse das bestehende Brandschutzrecht bei Genehmigungsverfahren strenger kontrolliert werden. Noch immer sterben jedes Jahr tausende Tiere bei Bränden, weil Bauherren ungestraft auf Brandschutzmaßnahmen verzichten.

„Hühner werden in der Geflügelindustrie wie Autos am Fließband produziert und geschlachtet. Der Bau immer neuer Mastanlagen muss endlich aufhören“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Hühner werden meist in fensterlosen Hallen gehalten, sie sehen niemals das Sonnenlicht. Standard ist, das 18 oder mehr Hühner auf einem Quadratmeter leben, und ihr Leben lang auf ihrem eigenen Kot stehen. Bereits nach 35 Tagen erreichen die Hühner mit 1,8 kg ihr sogenanntes „Schlachtgewicht“. Beim Schlüpfen wiegt das Küken nur 40 Gramm. Diese extreme Gewichtszunahme kann nur durch Qualzuchten erreicht werden, kritisiert VIER PFOTEN. Die Hühner sind darauf gezüchtet, so schnell wie möglich zuzunehmen. Als Folge brechen die Tiere oft unter ihrem eigenen Gewicht zusammen, entwickeln missgebildete Fußballen, können nicht mehr laufen. Aufgrund der extremen Leistungszucht und der schlechten Haltungsbedingungen sterben schon vor der Schlachtung allein in Deutschland pro Jahr 30 bis 45 Millionen Tiere. Sie werden als „Abfall“ entsorgt.

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