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NABU: Energiewende im Wärmemarkt muss endlich eingeläutet werden

nabu

 

 

Miller: Neue Instrumente und Anreize für die Heizungsmodernisierung erforderlich


Berlin – Der NABU begrüßt, dass das Bundesumweltministerium mit der Einleitung der Ressortabstimmung zum Erfahrungsbericht für das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz endlich die politische Diskussion um die Energiewende im Wärmemarkt voranbringen will.

„Das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands können wir nicht nur durch hohe Dämmstandards erreichen. Aktuell heizen wir noch zu 80 Prozent mit Öl und Gas, die immer teurer werden. Die fossilen Energieträger können wir nur durch erneuerbare ersetzen, wenn wir auch deutliche Fortschritte bei der Energieeinsparung erzielen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Aus Sicht des NABU stellen die Vorschläge aus dem Hause von Bundesumweltminister Altmaier, künftig mehr Solarthermie, Erdwärme, Holz, Bio- oder Windgas einsetzen zu wollen, einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz im Gebäudesektor dar. Dazu müssen allerdings die Ziele und Maßnahmen zum Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien eng an die Energieeinsparverordnung und an entsprechende finanzielle Anreize gekoppelt werden. Der jetzt vorgelegte Erfahrungsbericht trifft bislang weder Festlegungen für die Regelungen im Gebäudebestand noch zu einem künftigen Fördermodell für erneuerbare Wärme und Kälte, sondern skizziert lediglich Optionen.

„Der NABU spricht sich dafür aus, dass Zusatzkosten, die für erneuerbare Heizungstechnik und höhere Effizienzstandards für Gebäude anfallen, auf die Preise für Öl und Gas umgelegt werden. Nur so beenden wir das ewige Stop and Go der Förderprogramme, weil die Mittel im Bundeshaushalt knapp werden“, so Miller. Gleichzeitig müssten Gebäudeeigentümer dazu verpflichtet werden, Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, jährlich hinsichtlich Energieeffizienz, Immissionschutz und Klimaverträglichkeit überprüfen zu lassen. Werden die Umweltstandards nicht mehr eingehalten, muss die Technik innerhalb eines Übergangszeitraums ausgetauscht und durch erneuerbare ersetzt werden.

„Gerade in der kommunalen Energieversorgung brauchen wir bedarfsgerechte Konzepte, die über den Austausch von Einzelanlagen hinausgehen. Mit der vom Bundesumweltministerium vorgeschlagenen Einführung von Wärme- und Kälteplänen kann es gelingen, dass auch gebäudeübergreifend Einsparpotenziale und intelligente Lösungen für ganze Quartiere in der Stadt ermöglicht werden“, so NABU-Energieexperte Ulf Sieberg.

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