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Hühner in der Intensivtierhaltung © VIER PFOTEN
Hamburg / Amsterdam, 8. November 2011 – Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN äußert heute heftige Kritik an einer neuen Studie zur CO2-Bilanz von Geflügel. Geflügelfleisch und Eier aus Mastanlagen seien für die Umwelt günstiger als Geflügelfleisch und Eier aus der Biohaltung, so das Ergebnis der Studie. Erstellt wurde diese von der ABN-Amro Bank und der niederländischen Blonk Umweltberatung. VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Geflügelfleisch aus Mastanlagen immer noch mehr als 22-mal so viel CO2 erzeugt wie pflanzliche Produkte. Ein Kilogramm Geflügelfleisch aus der Intensivmast verursacht nach der neuen niederländischen Studie 3310 Gramm CO2. Ein Kilogramm Gemüse, nach Angaben des Öko-Instituts Freiburg, dagegen nur 153 Gramm. Auch den massiven Einsatz von Antibiotika, Hormonen und Pestiziden und deren Auswirkung auf die Umwelt vernachlässige die neue Studie. Und nicht zuletzt sollten die brutalen Tierquälerei in der Mast für jeden Verbraucher Grund genug sein, den Konsum von Geflügelprodukten stark zu reduzieren.
„Wer Geflügelfleisch kauft, schadet der Umwelt, dem Klima und den Tieren“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. Pro Kilo Geflügelfleisch aus der Intensivmast werden zudem laut neuer Studie 4,67 Quadratmeter Ackerland für Futtermittel wie Mais, Weizen und Soja benötigt. „Oftmals ist dies dann noch gentechnisch verändert oder für den Anbau von Soja werden Regenwaldflächen abgeholzt“, kritisiert Stephany. Laut UN-Welternährungsorganisation ist die Herstellung tierischer Produkte einer der Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit.
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