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Ein Mutterschwein kann sich im Kastenstand kaum bewegen © VIER PFOTEN
Bassum-Hollwedel / Hamburg, 31. August 2012 – Im Landkreis Diepholz soll eine neue Ferkel- und Mastanlage mit Plätzen für 1.500 Mastschweine und 1.500 Ferkel gebaut werden. Neben Protesten von Anwohnern kritisiert nun auch die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die geplante Anlage. Für die Ferkelzucht werden Mutterschweine in körpergroßen Käfigen gehalten, den so genannten Kastenständen. Diese absolut nicht tiergerechte Haltung stimmt laut VIER PFOTEN nicht mit dem deutschen Staatsziel Tierschutz überein und verursacht bei den Sauen massive gesundheitliche und psychische Schäden. Die Organisation hat deshalb die Landwirtschaftsminister aller Bundesländer, und somit auch Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann, schriftlich darum gebeten, eine Normenkontrollklage gegen den Kastenstand einzuleiten. Hierzu hat VIER PFOTEN ein Rechtsgutachten zur Kastenstandhaltung von Muttersauen von der Kanzlei Günther anfertigen lassen und den Bundesländern zur Verfügung gestellt.
„Muttersauen werden im Kastenstand wie Gebärmaschinen behandelt. Ihr Leben ist ein ununterbrochener Zyklus aus künstlicher Besamung, Schwangerschaft, Geburt, Stillen und erneuter Besamung“, kritisiert Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Großteils isoliert von der Gruppe, hat die Sau keine Chance ihr angeborenes Sozialverhalten auszuleben. Sie kann weder herumlaufen, noch erkunden oder sich suhlen.“