WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Am Montag, 5.11.2012 lud die BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ passend zum Motto „Bäume sind natürliche CO2-Speicher“ zum Filmabend nach Salzwedel in das „Das grüne Wunder- Unser Wald“ ein.
In eindrucksvollen Detailaufnahmen wurden Aspekte dieses wundervollen Lebensraumes auf ganz ungewohnte und somit tief beeindruckende Weise erlebbar. Zeitraffer und Zeitlupendarstellungen,erlaubten eine Art der Wahrnehmung der natürlichen Lebens- und Wandlungsprozesse, wie sie durch einfache Beobachtung kaum möglich ist und so das Verständnis für die Verwobenheit von Zeit und Form im Betrachter wachsen lässt. Der ganze Jahreslauf ließ die Zuschauer in das faszinierende Lebensgeschehen der ganz kleinen Wesen ebenso Einblick gewähren, wie in das der Säugetiere, deren Junge und ihre Entdeckungen uns ans Herz rühren.
Der Film machte deutlich, in welcher Schönheit und Eleganz diese Lunge der Natur existiert und ganz nebenbei für das gesamte Leben auf diesem Planeten scheinbar mit Leichtigkeit die Leistungen erbringt, worauf wir alle angewiesen sind: Saubere Luft, Wasserspeicher, Nutzholzlieferant und in unserer Zeit wird es uns besonders bewusst: als CO2-Speicher.
„Gerade diese Eigenschaft wird noch nicht genügend im Bewusstsein getragen, weltweit wird großflächig Wald abgeholzt, nachhaltige Forstwirtschaft,“ so Förster Ralf Knapp aus Neuferchau, „ist eine deutsche Erfindung, übrigens auch daraus entstanden, dass hierzulande schon vor Jahrhunderten der Wald nahezu ganz verschwunden war.“ Der Lehrer Frank Rossband, Mitglied der BI verdeutlichte, „...dass die ca. 11 Mio. ha Wald in Deutschland nicht ausreichen, die CO2-Freisetzung aus fossilen Energieträgern zu kompensieren. Die Folge ist, dass der weltweit gestiegene CO2-Anteil in der Atemluft auch in den Meeren gelöst wird und so zur Versauerung der Meere beiträgt und die komplizierte Flora und Fauna ins Wanken bringt.“ Gordon Preetz vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt unterstrich die Wichtigkeit „die Ökologie und Ökonomie des Waldes wieder zusammenzubringen. In unserer Region sollte mehr Holz beim Hausbau als CO2-Speicher Verwendung finden.“
Hiermit möchten wir Ihnen auch unser Baumpflanzergebnis vom 10.11.2012 mitteilen.
Wir haben bis zum einsetzenden Dauerregen gegen 15 Uhr ca. 6.600 neue natürliche CO2-Speicher in den Boden gebracht, davon 3.500 Buchen und 3.100 Eichen. Diese Bäume werden in den nächsten 100 Jahren ca. 20.000 Tonnen CO2 binden. Die 6.600 Bäume sind das bisher beste Pflanzergebnis unserer BI bei einer eintägigen Pflanzaktion.
Die BI"Kein CO2 Endlager Altmark" pflanzte in mehreren großen und kleinen Aktionen in der Altmark:
* 2010 - ca. 12.000 Bäume und Sträucher
* 2011 - ca. 8.500 Bäume und Sträucher
* 2012 - ca. 18.100 Bäume und Sträucher (1. Aktion - 14.4.2012 4.700 Bäume, 2. Aktion - 15.9.2012 2.000 Douglasien, 3. Aktion - 3.11.2012 4.500 Bäume und Sträucher, 4. Aktion - 6.600 Bäume, kleinere Aktionen ca.
300 Bäume). In drei Jahren pflanzte die BI insgesamt etwa 38.600 CO2-Speicher, die in den nächsten 100 Jahren ca. 115.800 Tonnen CO2 binden werden. Etwa soviel CO2 (100.000 t) sollte sehr energieaufwendig
und teuer, sowie risikoreich durch die CO2-Verpressungsanlage in Maxdorf unter die Erde gebracht werden. Damit haben wir eine bessere Alternative aufgezeigt, die für den Menschen ungefährlich, klimafreundlich und preiswerter ist.
25 Frauen und Männer nahmen diesmal an der Pflanz- und Protestaktion gegen das CCS-Gesetz teil. Unter Ihnen waren die Landtagsabgeordneten Jürgen Barth (SPD) und Hans Jörg Krause (Die Linke). Entschuldigt waren: Uwe Harms (CDU auf Landesparteitag) und Dorothea Frederking (Grüne -leitete das Energieszenario in Naumburg). An die Landesregierung wendet sich die Bürgerinitiative mit der Forderung, nun im Rahmen der Länderklausel des CCS-Gesetzes ein Verbot in Sachsen-Anhalt rechtskräftig zu machen: „Die CCSTechnologie hat in der Bevölkerung keine Akzeptanz. Jetzt ist es Zeit, dass auch unser Landtag in Magdeburg ein CCS-Verbotsgesetz beschließt. Dieses Landesgesetz würde unseren Bürgern viele Ängste nehmen und mehr Sicherheit geben.“, unterstreicht der BI-Sprecher Lothar Lehmann. „CO2-Verpressung ist nicht nur für sich gesehen gefährlich genug, sondern ist zudem nicht geeignet die Klimaschädlichkeit von Kohlekraftwerken zu verringern. Dennoch drängen verschiedene Kräfte aus Wirtschaft und Politik darauf, mit dieser Technik der weder ethisch noch ökologisch vertretbaren Fortschreibung fossiler
Energiegewinnung, ein grünes Mäntelchen umzuhängen.“ kritisiert Frank Roßband.
Aus dem CCS-Bundesgesetz wurde der Zweck der CCS-Technik eine Klimaschutzmaßnahme zu sein, gestrichen. Selbst das Deutsche Wirtschaftsinstitut hat die CCS-Technik als "Fehlschlag" bezeichnet. Auch unser Ministerpräsident Herr Haselhoff erklärte der Altmarkzeitung (30.06.2012) gegenüber, dass es die CO2-Verpressung in Sachsen-Anhalt nicht geben wird, ebenso am 1. September 2011 auf einer öffentlichen Rede in Salzwedel. Die BI "Kein CO2-Endlager Altmark" wünscht für diese klare Haltung die volle Unterstützung aller Landtagsfraktionen bei der Verabschiedung eines CCS-Verbotsgesetzes in Sachsen-Anhalt.
Unser ehrgeiziges Ziel, diesen Herbst 15000 neue Bäume für ein CCS-Verbotsgesetz in Sachsen-Anhalt zu pflanzen, wurde annähernd erreicht. (13.400 Bäume - ca. 90%), da wir andere wichtige Veranstaltungen, die zeitgleich abliefen, auch personell besetzen wollten. (z.B. am 3.11. den Workshop Energieszenario Altmark in Salzwedel).