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Gegenstrom13: Aktion in Hamburg gegen Vattenfalls Kette der Verwüstung

Blutige Kohle aus Kolumbien vor dem Hamburger Rathaus / Aktion gegen Vattenfalls Kette der Verwüstung

(lifePR) (Hamburg, 19.04.2013) Zum Auftakt der Kampagne gegenstrom13 haben AktivistInnen heute Mittag einen Berg Kohle vor dem Hamburger Rathaus abgeladen und symbolisch mit Blut (roter Farbe) übergossen. Damit protestieren sie gegen die Kette der Verwüstung, die durch das Vattenfall-Kohlekraftwerk Moorburg ausgelöst wird: vom Abbau der Kohle bis hin zu ihrer extrem klimaschädlichen Verbrennung. Sie fordern, das Kraftwerk nicht in Betrieb zu nehmen und auf Importkohle aus Kolumbien zu verzichten. Außerdem verteilten sie Aufrufe an PassantInnen, sich am 10. Mai an der symbolischen Elbblockade gegen Vattenfall zu beteiligen.


Vattenfall will das neue Kohlekraftwerk in Moorburg im kommenden Jahr in Betrieb nehmen. Die Steinkohle dafür soll nach Recherchen von Gegenstrom13 überwiegend aus Kolumbien importiert werden. Dort werden für den Abbau schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen, Dörfer gewaltsam geräumt und ganze Landstriche verwüstet.

Wird die Kohle in Moorburg verbrannt, führt dies zu einem enormen Ausstoß von Kohlendioxid, Feinstaub und Schwermetallen. Allein die unmittelbaren Emissionen würden 583 verlorene Lebensjahre bzw. 54 Todesfälle pro Jahr bedeuten - hauptbetroffen sind die angrenzenden Stadtteile. Das hat eine aktuelle, von Greenpeace beauftragte Studie der Uni Stuttgart ergeben.

Diese Schäden sollen in Kauf genommen werden, obwohl der Strom aus Moorburg gerade hier in Norddeutschland überhaupt nicht gebraucht. Da das Erneuerbare-Energien-Gesetz Wind- und Solarenergie den Vorrang gibt, bleibt Vattenfall der Export - vor allem nach Holland, dem nächsten Glied in der Produktionskette.

Diese Kette schließt sich bei der Klimakrise, die durch das Kraftwerk in Moorburg weiter verschärft würde. Laut UNO sterben schon heute mehr Menschen an deren Folgen als an allen bewaffneten Auseinandersetzungen weltweit zusammen. Millionen von Flüchtlingen sind eine weitere direkte Folge. Diese "Kette der Verwüstung" will gegenstrom.13 durchbrechen.

"Vattenfall wird bei seiner skrupellosen Politik bisher vom Hamburger SPD-Senat unterstützt - gerade auch bei Moorburg. Für uns ist das ein guter Grund, den öffentlichen Auftakt von gegenstrom.13 vor dem Hamburger Rathaus stattfinden zu lassen", sagt Volker Gajewski.

Highlight der Kampagne wird die Elbblockade im Hamburger Hafen am 10. Mai. Während hier - wenn auch vorerst symbolisch - die Elbe blockiert werden wird, wird zeitgleich in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eine Kundgebung vor dem Umweltministerium stattfinden. An beiden Orten wird es auch Protestkonzerte geben: in Hamburg auf der Jolly Roger-Bühne - in unmittelbarer Nähe der Blockade. Auch eine Vertreterin der Indigenen aus dem kolumbianischen Kohleabbaugebiet und ein Vertreter der dortigen Minenarbeiter-Gewerkschaft werden dort sprechen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gegenstrom13.de

Gegenstrom13 ist eine gemeinsame Kampagne von:

attac, Avanti, Basis Initiative Solidarität, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz - BBU, Bewegungsstiftung, BUND-Jugend, el Rojito, Engel ohne Heimat, FIAN-Hamburg, Flüchtlingsrat, Hafengruppe, Moorburgtrasse-stoppen, ROBIN WOOD und etlichen Einzelpersonen.

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