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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Gegen das Vertreibungskonzept am Hauptbahnhof! Kundgebung, Samstag, 19.1.2013, 15 Uhr, Hachmannplatz 16, 20099 Hamburg

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Der Hamburger Hauptbahnhof ist einer der öffentlichsten Orte ganz Hamburgs. Bis zu 450.000 Menschen durchqueren ihn täglich, nutzen ihn als Zentrale des Nah- und Fernverkehrs und Einkaufsstätte oder halten sich hier schlicht auf. Doch seit dem fragwürdigen Konzept aus den frühen neunziger Jahren, ausgerechnet diesen Hauptbahnhof zur „Visitenkarte Hamburgs“ machen zu wollen, reißen die Versuche unter den verschiedenen Senats- und Bezirksamtsbesetzungen nicht ab, einen Teil der Bevölkerung von der Nutzung auszuschließen: Menschen ohne Obdach, Alkoholisierte, Stricher, Jugendliche mit schrillem Outfit, Szene eben. Dies, obwohl immer wieder – zuletzt auf einer Zusammenkunft des „Arbeitskreises Sicherheit & Soziales am Hauptbahnhof“ am 16. Oktober im Polizeikommissariat 11 – die Lage als normal gekennzeichnet wurde und von einer besonderen Belastung keine Rede war. (...)

Wir erheben nachdrücklichen Widerspruch gegen diese Politik der Verdrängung, die aktuell von der Wirtschaftsbehörde, vom Bezirksamt Hamburg-Mitte und der Deutschen Bahn AG verantwortet wird. Wir wollen einen Hauptbahnhof für alle! Hamburgs Metropolenverständnis muss sich auch an sozialen Grundsätzen und der Bewahrung öffentlicher Räume orientieren. Wir halten die Politik der Verdrängung für das Gegenteil einer weltoffenen Stadt. Und wir kritisieren, dass solcherart Maßnahmen im Hinterzimmer ausgehandelt werden, ohne einen öffentlichen Diskurs zu führen, ohne die Betroffenen zu hören, ohne die Stadtteil gremien einzubeziehen.

Im Anschluss an bisher sechs gelaufene Protestaktionen von verschiedenen Stadtteilinitiativen und Einzelpersonen rufen wir auf zur Kundgebung gegen die Vertreibung „unliebsamer“ Menschen. Wir fordern die Rücknahme der Quasi-Privatisierung der überdachten Flächen auf dem Hachmannplatz und des Mönckebergtunnels.

 

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