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Flexstrom-Pleite: Verbraucher- und Umweltschützer warnen vor unseriösen Billiganbietern

Berlin, 16. April 2013 – Das Bündnis „Atomausstieg selber machen“ ruft Stromkundinnen und -kunden dazu auf, nicht nach dem günstigsten Preis zu entscheiden. Erst am Freitag hatten der vielfach kritisierte Billigstromanbieter Flexstrom sowie seine Ökostrom-Töchter Löwenzahn Energie und Optimal Grün Insolvenz anmelden müssen. Im Gegensatz zu Billiganbietern bewährten sich die unabhängigen Ökostromanbieter seit über 12 Jahren durch nachhaltiges Wirtschaften in ökologischer und ökonomischer Hinsicht, wie das Bündnis hervorhebt.

„Stromdiscounter verfolgen kein nachhaltiges Geschäftsmodell, sondern sind auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet“, erklärt Melanie Ball vom Bündnis „Atomausstieg selber machen“. „Darunter leiden die Kunden ebenso wie die Umwelt.“ Mit Dumpingpreisen unterhalb der Wirtschaftlichkeitsgrenze lockten Billigstromanbieter sparsame Kunden an - wie schon im Fall von Teldafax vor zwei Jahren sei es auch bei Flexstrom nur eine Frage der Zeit gewesen, wann das Schneeballsystem zusammenbricht, so die Umwelt- und Verbraucherschützer.

Kundentäuschung sei auch der sogenannte Ökostrom von Discountanbietern: Meist handeln die Discounter mit normalem Atom- und Kohlestrom von der Börse, der mithilfe von eingekauften Herkunftsnachweisen wie RECS zu Ökostrom umetikettiert wird. Dadurch fließt weder mehr Ökostrom ins Netz, noch wird mehr Geld in neue Stromerzeugungsanlagen aus Erneuerbaren Energien investiert. Einige Billiganbieter geben offen zu, RECS zu verwenden, die Flexstrom-Unternehmen Löwenzahn Energie und Optimal Grün machen auf ihren Websites jedoch keine Angaben zur Herkunft ihres Stroms.

„Es ist gut, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher diesem Betrugsgeschäft ein Ende setzen und Stromdiscountern das Vertrauen entziehen“, rät Melanie Ball. Wer echten Ökostrom will, ohne übertriebene Preise zu zahlen, dem empfiehlt das Bündnis den Wechsel zu den Elektrizitätswerken Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick oder Naturstrom.

Informationen und Hilfestellungen erhalten Interessierte unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei der kostenlosen Hotline 0800 7626852. „Atomausstieg selber machen“ ist ein Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-Atom-Initiativen.

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