WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Hamburg / Sittensen, 17. Januar 2012 – Gnadenlose Enge und chaotische Zustände, weil die Abtrennungen fehlen: Überfüllte Tiertransporte sind auf deutschen Straßen der Normalfall. Bei einer Kontrolle auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen stellte die Polizei laut der Nachrichtenagentur dpa bei fast jedem zweiten Laster eine Ordnungswidrigkeit fest. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert angesichts dieses Ausmaßes verstärkt Polizeikontrollen und hohe Geldbußen für die Transportfirmen.
„Offensichtlich geht es den Transporteuren nur um den Profit. Durch Überbelegung sparen sie Fahrten und damit Transportkosten. Doch Tiere sind keine leblose Ware, sondern fühlende Lebewesen“, kritisiert Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Der Transport von Tieren darf nicht durch marktwirtschaftliche Kriterien geregelt werden.“ Durch häufigere Polizeikontrolle und hohe Geldbußen könnte die Tierquälerei eingedämmt werden. VIER PFOTEN fordert zudem, bei der Ausbildung der Polizisten einen Schwerpunkt auf Tiertransporte zu legen. „Viele Polizisten wissen gar nicht, welche gesetzlichen Bestimmungen Tiertransporteure einhalten müssen“, sagt Dr. Stephany. Tiertransporte werden je nach Tierart auf ein bis vier Ebenen beladen. Jedem Tier steht je nach Tierart laut Tierschutz-Transportverordnung (TierSchTrV) eine festgelegte Quadratmeterzahl zu.
Tierschutz-Transportverordnung online: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Rechtsgrundlagen/T/TierschutztransportVO_EG.html