WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Hochgeladen am 13.01.2011
Der Skandal um Dioxin-verseuchtes Geflügel und Schweinefleisch in Deutschland hat den Konsumenten wieder einmal vor Augen geführt, dass Billigfleisch in den Supermärkten seinen Preis hat. Das krebserregende Dioxin war in die Nahrungskette gelangt, weil Futtermittel für Tiere mit billigem, chemisch belastetem Industriefett gepanscht waren. In der industrialisierten Landwirtschaft ist der Preisfaktor mittlerweile zur bestimmenden Maxime in der Lebensmittelproduktion geworden - mit verheerenden Folgen!
Der ständig steigende Fleischbedarf hat die Viehzucht zu einer globalisierten Industrie gemacht. Wenn etwa Rinder in Brasilien gehalten, mit Soja aus Indien gefüttert, nach Frankreich verschifft, in Österreich als Burger verspeist werden, hat das neben gesundheitlichen Risiken auch massive Auswirkungen auf den Klimawandel. Mehr als 18 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes, der für den Treibhauseffekt verantwortlich ist, stammen aus der industriellen Massentierhaltung. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich der weltweite Fleischkonsum vervierfacht. Bis 2050, so Schätzungen, wird er sich nochmals verdoppeln, denn die neuen Mittelschichten in Schwellenländern wie China und Indien sind ebenfalls auf den Fleischgeschmack gekommen.