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Bundesrat entscheidet über Tierschutznovelle - VIER PFOTEN fordert Länder auf, das Gesetz abzulehnen

vierpfoten

Berlin, 31. Januar 2013 – Der Bundesrat berät am Freitag über die Novelle des Tierschutzgesetzes. Das vom Bundestag bereits beschlossene neue Tierschutzgesetz stellt eine immense Verschlechterung für die Tiere dar, warnt VIER PFOTEN. Die Tierschutzorganisation fordert daher die Länder auf, das Gesetz nicht passieren zu lassen.

„Das neue Gesetz ist ein Desaster für den Tierschutz. Zugunsten der Profitinteressen der Tiernutz-Industrie nimmt Schwarz-Gelb millionenfaches Tierleid in Kauf. Das Tierschutzgesetz ist so beschämend für Deutschland, dass es seinen Namen nicht verdient“, sagt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN.

Auch der Agrarausschuss des Bundesrates lehnt das Gesetz in seiner jetzigen Form ab und empfiehlt, es grundlegend zu überarbeiten. So wie VIER PFOTEN lehnt das Gremium dabei den Schenkelbrand bei Pferden ebenso ab wie das geplante Aufschieben des Verbotes, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Der Agrarausschuss und VIER PFOTEN sind sich ebenfalls einig, dass Wildtiere in Zirkussen nichts mehr verloren haben. Auch die weiteren Änderungsvorschläge des Agrarausschusses werden von VIER PFOTEN begrüßt. So möchte er die Pelztierhaltung, Rodeoveranstaltungen, Qualzuchten und das Klonen von Tieren verbieten. Für Tierversuche sollen strengere Regeln gelten und Verkaufsveranstaltungen mit wildlebenden Tieren ein Ende bereitet werden.

Die jetzige Novelle des Tierschutzgesetztes muss als Kniefall vor dem Lobbydruck aus Landwirtschaft, Pharmaindustrie, Zirkus- und Pferdebranche bewertet werden. Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany erklärt: „Das Staatsziel Tierschutz wurde klar verfehlt. Nun hat es der Bundesrat in der Hand, das Gesetz aufzuhalten und im Vermittlungsausschuss die unerlässlichen Änderungsvorschläge des Agrarausschusses durchzusetzen.“

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