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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Belarus: Todesstrafe abschaffen! Petiton unterschreiben!


 

Belarus: Todesstrafe abschaffen!

Am 19. März 2010 wollte die Mutter von Andrei Zhuk im Gefängnis von Minsk ein Paket mit Lebensmitteln für ihren Sohn abgeben. Die Beamten wiesen sie ab und teilten ihr mit, ihr zum Tode verurteilter Sohn sei „verlegt“ worden. Man wies sie an, ihren Sohn nicht mehr zu besuchen. Drei Tage später erfuhr sie von Gefängnismitarbeitern, dass ihr Sohn erschossen wurde.

 

Belarus (Weißrussland) ist der letzte Staat in Europa, der nach wie vor die Todesstrafe verhängt und vollstreckt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 sollen etwa 400 Personen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sein. Informationen über die Todesstrafe gelten in Belarus als Staatsgeheimnis. Aufgrund der Geheimhaltung gibt es keine verlässlichen Daten über die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen.

 

"Sie haben mich drei Tage pausenlos geschlagen, und dann habe ich ein Geständnis unterschrieben." Ein junger Mann unter Mordanklage, Oktober 2008

 

Das Risiko, jemanden unschuldig hinzurichten, ist in Belarus besonders hoch, da das Justizsystem schwere Mängel aufweist. Prozesse finden oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Geständnisse" werden zum Teil unter Folter und Misshandlung erzwungen.

 

"Todeskandidaten hassen Türen. Solange die Türen verschlossen sind, leben sie. Der Tod wartet immer hinter der Tür." Oleg Alkajew, ehem. Leiter des Untersuchungsgefängnisses in Minsk, Belarus.

 

Die Vollstreckung eines Todesurteils erfolgt in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Verhängung der Strafe. Todeskandidaten werden erst direkt vor der Hinrichtung darüber informiert. Daher müssen sie ständig damit rechnen, zur Hinrichtung abgeholt zu werden. Nach Verkündung des Hinrichtungsbefehls wird dem Betroffenen eine Augenbinde angelegt und das Todesurteil unverzüglich durch einen Pistolenschuss in den Hinterkopf vollstreckt; manchmal sind mehrere Schüsse erforderlich. Der Körper des Hingerichteten wird der Familie nicht übergeben. Familien erfahren oft erst nach der Exekution vom Tode ihres Angehörigen, der Bestattungsort wird ihnen aber nicht mitgeteilt.

Fordern Sie die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus. Unterschreiben Sie jetzt die Petition an den belarussischen Präsidenten!

 

Fordern Sie bis zur vollständigen Abschaffung der Todesstrafe in Belarus einen sofortigen Hinrichtungsstopp. Alle anhängigen Todesurteile müssen in Haftstrafen umgewandelt werden.

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