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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Baumfällungen bei Nacht und Nebel

Aktionsbündnis kritisiert Aktion als sinnlos und verantwortungslos

In der Nacht zum Sonntag hat die Bahn AG vor dem Wagenburgtunnel in Stuttgart über 30 Bäume fällen und an Ort und Stelle häckseln lassen. Diese Maßnahmen sollen der Einrichtung einer Baulogistikfläche für den Filderaufstiegstunnel dienen, der sich momentan noch in der Planänderung befindet.

 

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 kritisiert diesen Vorgang zur Unzeit scharf.


"Offenbar hat die Bahn im Schutze der Nacht versucht, zu vertuschen, dass sie ihre Versprechen aus dem Schlichterspruch mit Füßen tritt", so Hannes Rockenbauch, Sprecher des Aktionsbündnisses. "Vor der Landtagswahl ließ die Bahn AG noch medienwirksam 20 Bäume verpflanzen. Jetzt nach der Volksabstimmung sucht die Bahn AG die Nacht zum Sonntag und den Überfall um ihre Versprechen an 30 Bäumen zu brechen". Rockenbauch stellt weiter fest: "Diese Bäume zu verpflanzen, wären ein Leichtes gewesen. Es fehlt allein der Wille bei den Verantwortlichen!"

 

Das Aktionsbündnis ist sich einig mit den Demonstranten: wir kritisieren, dass MP Kretschmann sich seiner politischen Verantwortung entzieht und zu alledem schweigt. Wer eine "Politik des Gehörtwerdens" versprochen hat, kann nicht angesichts all der neuen Fakten nach der Volksabstimmung einfach auf Durchzug stellen.

 

Dass dieser Verstoß gegen den Geist des Schlichterspruchs nicht im Verborgenen blieb, ist allein der Wachsamkeit und dem Einsatz über 200 Demonstranten zu verdanken, die die ganze Nacht wenn auch wütend, so doch durchweg friedlich an die Versprechen von Bahn und Politik appellierten.  

 

Das Aktionsbündnis stellt fest: unerlässliche Voraussetzung für die Fortsetzung von Abriss-, Fäll- und Bauarbeiten ist die Sicherheit, dass die Bahn die noch ausstehenden Planfeststellungs- und Planänderungsverfahren bestehen wird und dass sie ihre Versprechen aus der "Schlichtung" vor allem zur Leistungsfähigkeit der geplanten Infrastruktur erfüllen kann. Und daran gibt es massive und sehr begründete Zweifel.

 

"Diese nächtliche Aktion beweist: der Bahn AG geht es nicht um "Frieden in Stuttgart", sondern alleine um eine Machtdemonstration. Fast verzweifelt will sie irgendwo Fakten zu schaffen, um zu vertuschen, dass Stuttgart 21 weder fertig geplant noch genehmigt ist", so der Diplom-Ingenieur Hannes Rockenbauch abschließend.

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