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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Bauarbeiten im Salzstock Gorleben werden fortgesetzt

ausgestrahlt

 

Verträge der Bergleute verlängert. Antrag auf Verlängerung des
Hauptbetriebsplans gestellt.


Das Bundesumweltministerium hat entschieden, die Bauarbeiten am
Atommüll-Endlager in Gorleben über das in den Verhandlungen zum
Endlagersuchgesetz vorgeschlagene Ende am 30. September hinaus
fortzusetzen. Die Verträge der Bergleute sollen verlängert werden. Die
Verlängerung des Hauptbetriebsplans ist beim Oberbergamt beantragt.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Ursprünglich hatte der damalige Umweltminister Norbert Röttgen schon
Ende letzten Jahres einen Baustopp in Gorleben verkündet. Aber nichts
dergleichen geschah. Dann wurde in den Verhandlungen zum
Endlagersuchgesetz von der Bundesregierung angeboten, dass am 30.
September Schluss sein soll, weil dann sowieso der Hauptbetriebsplan für
das Bergwerk ausläuft. Jetzt hat Bundesumweltminister Altmaier
entschieden, dass in Gorleben erst einmal weitergebaut wird - entgegen
der Ankündigung eines Neustarts der Endlagersuche mit einer weißen
Landkarte.

Das ist aus unserer Sicht das absolut falsche Signal an die Bevölkerung.
Denn so wird es nicht gelingen, Vertrauen aufzubauen. Wer soll denn
glauben, dass ein neuer Suchprozess wirklich ergebnisoffen abläuft, wenn
in Gorleben immer weiter Tatsachen geschaffen werden?

Altmaier hatte angekündigt, demnächst ins Wendland zu reisen und mit den
Betroffenen zu sprechen. Jetzt schafft er schon vorher Fakten. Das ist
nicht nur schlechter Stil, sondern erschwert auch alle Bemühungen, in
der Atommüll-Frage zu einem wirklichen gesellschaftlichen Konsens zu
kommen.“

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