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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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[.ausgestrahltNews] Auf in den Protest-Herbst!

ausgestrahlt.gif

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

hinter uns liegt ein erstes herbstliches Protestwochenende. Von
Süddeutschland, wo bei einer Reihe von Brückenaktionen gemeinsam mit
französischen AtomkraftgegenerInnen protestiert wurde, über den
Atomstandort Gronau bis nach Berlin gingen Menschen gegen Atomkraft auf
die Straße. Auch gegen das an der Mosel gelegene AKW Cattenom in
Frankreich und das belgische AKW Tihange wurde international demonstriert.
Im wendländischen Gorleben schließlich gab es ein besonderes Jubiläum:
Hier wurde der einhundertste Sonntagsspaziergang gefeiert.

Gerade auf den Protest in Gorleben richten sich in den nächsten Wochen
viele Augen. Denn für Ende November wird dort der nächste
Atommüll-Transport erwartet. Nachdem es so aussieht, als würde endlich
etwas Bewegung in die politische Debatte um die Endlagersuche kommen, kann
starker und eindrucksvoller Protest dieses Jahr in Gorleben besonders
wirkungsvoll sein. Ein Grund mehr, im November dabei zu sein! Neueste
Informationen zum Termin des Castor-Transports und zur geplanten Großdemo
im Wendland findet ihr in diesem Newsletter!


Herzliche Grüße
Matthias Weyland
und das ganze Team von .ausgestrahlt


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Inhalt
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1. Gorleben als Atomklo der Nation? Castor-Proteste 2011
2. Castor-Aktionstag am 29. Oktober
3. Sieben Tage Stromwechsel mit voller Kraft
4. Der Atomstrom-Lüge etwas entgegensetzen
5. Über den .ausgestrahlt-Tellerrand


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1. Gorleben als Atomklo der Nation? Castor-Proteste 2011
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Voraussichtlich für Ende November 2011 wird erneut ein Castor-Transport in
Gorleben erwartet. Trotz der entschlossenen Proteste im vergangenen Jahr
soll auch in diesem Jahr wieder Atommüll ins Wendland rollen. Dabei nimmt
die Brisanz der Gorleben-Problematik weiter zu: In den AKW hierzulande
wird täglich Strahlenmüll produziert, der Atommüllberg wächst - und damit
auch der Druck auf Gorleben. Die Bundesregierung bemüht sich denn auch
zunehmend, Gorleben als Endlagerstandort zu zementieren. In den kommenden
Monaten will sie mit einem eigenen Endlagergesetz Fakten schaffen.

Der gesellschaftliche Protest gegen den Castor und ein Endlager in
Gorleben wird in diesem Jahr also eine besondere Rolle spielen. Im Bündnis
mit vielen Anti-Atom-Gruppen und -Organisationen bereitet .ausgestrahlt
eine große, angemeldete Demonstration in Dannenberg vor. Und bereits jetzt
sind gewaltfreie Blockaden des Atommüll-Transports auf der Strecke der
Castoren angekündigt.
Der Termin für den Transport ist noch nicht vollständig klar, doch es
spricht viel dafür, dass der Castor ab dem letzten November-Wochenende
rollen soll. Sollte das zutreffen, findet die Großdemonstration in
Dannenberg am Samstag, den 26. November statt. .Bleib bis dahin auf dem
Laufenden und markiere Dir den Termin schon jetzt im Kalender! Alle Infos
dazu findet Ihr ab jetzt regelmäßig aktualisiert unter:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor11


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2. Castor-Aktionstag am 29. Oktober
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Schon deutlich bevor der Castor kommt, wollen wir mit unserem Protest
beginnen: Am Samstag, 29. Oktober wird es wie im letzten Jahr wieder einen
Castor-Aktionstag geben, bei dem wir mit vielen kleinen Aktionen überall
in der Bundesrepublik gegen die Endlagerpolitik der Regierung protestieren
- und zeigen, dass Gorleben überall ist. Tipps und Ideen, wie Ihr eine
Aktion auf die Beine stellen könnt, haben wir für Euch gesammelt, auf
unserern Castor-Seiten findet ihr dann natürlich auch eine Karte mit allen
geplanten Aktionen:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor11/aktionstag


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3. Sieben Tage Stromwechsel mit voller Kraft
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Die Initiative "Atomausstieg selber machen" ruft zu einer bundesweiten
Ökostrom-Wechselwoche auf. Wenn die Regierung weiter AKW betreiben will,
dann machen wir unseren Atomausstieg einfach selber: Indem wir der
Atomlobby den Geldhahn zudrehen. In der Woche vom 17. bis zum 24.
September finden in mehr als 90 Städten Aktionen statt, die zum
Stromwechseln aufrufen.

Hier findest Du eine Übersicht über bereits geplante Aktionen, viele Tipps
und die Möglichkeit, eigene Aktionen einzutragen. Sei auch Du dabei, ob im
Freundeskreis oder bei der Arbeit, im Sportverein oder mit einer
öffentlichen Aktion:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/stromwechsel/stromwechselwoche


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4. Die Mär von der abhängigkeit von ausländischem Atomstrom
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Kaum ist die Katastrophe von Fukushima nach einem halben Jahr etwas in den
Hintergrund gerückt, intensiviert die Atomlobby ihre Pro-Atom-Arbeit.
Zuletzt leider erfolgreich. In den Zeitschriften Spiegel und Focus und
auch in vielen weiteren Medien gab es prominente Beiträge, die über eine
Zunahme der französischen und tschechischen Atomstromimporte berichteten.
Leider wurde dabei verschwiegen, dass Deutschland trotz der Stilllegung
der acht Atomkraftwerke auch im ersten Halbjahr 2011 in der Summe nach wie
vor Strom ins Ausland exportiert hat.

Jetzt öffentlich gewordene Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und
Wasserwirtschaft (BdEW) zeigen, dass vier Milliarden Kilowattstunden Strom
mehr exportiert als importiert wurden. Auch das statistische Bundesamt hat
gestern noch einmal nachgelegt und ähnliche Informationen veröffentlicht.
Und die angeblichen Atomstrom-Importe aus Tschechien und Frankreich
entpuppten sich zum Teil als Windstrom aus Norddeutschland, der über das
polnische und tschechische Netz nach Bayern geleitet wird, im anderen
teilweise als Durchleitung französischen Stroms an Italien über deutsche
Trassen.

Hilf uns, der Stromlüge der Atomlobby etwas entgegenzusetzen! In unserem
Text und unserer Pressemitteilung findest du Zahlen und Infos zu den
falschen und den richtigen Daten. Informiere FreundInnen und Bekannte und
schreibe einen Leserbrief!
http://bit.ly/oISoYR

Unsere Pressemitteilung dazu:
http://bit.ly/oSMUL1


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5. Über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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2. Oktober, 14 Uhr: Demonstration gegen das AKW Grohnde. Außerdem am 2.
und 3. Oktober: Dauermahnwache vor dem AKW Grohnde:
http://www.grohnde-abschalten.de/

Geheimakten Asse 2: Das Bundeskanzleramt verweigert die Herausgabe von
Akten an den Asse 2 Untersuchungsausschuss. Der Ausschuss hat bereits auf
Herausgabe der Akten geklagt. Jetzt eine Postkarte an die Bundeskanzlerin
oder einen Politiker der Wahl schicken:
http://waagwf.wordpress.com/

Aktion von Urgewald, Campact und attac gegen Hermes-Bürgschaft für AKW
Angra 3: Die Bundesregierung plant, ihre Zusage zur Hermes-Bürgschaft über
1,3 Milliarden Euro erneut zu vergeben. Damit geht die Auseinandersetzung
um das brasilianische Atomkraftwerk Angra 3 in die nächste Runde. Es ist
ein Skandal, dass neben dem halbherzigen deutschen Atomausstieg die
Atomförderung im Ausland in vollem Maß weitergehen soll:
http://www.attac.de/aktuell/anti-atom/aktionen/atomexporte/

IPPNW-Übersicht ein halbes Jahr nach Fukushima: Sechs Monate nach Beginn
der Reaktorkatastrophe in Fukushima lenkt die IPPNW den Blick mit einer
Newsletter-Ausgabe auf die Bevölkerung in Japan und ihre Ängste. Hier
online lesen:
http://news.ippnw.de/index.php?id=66

Am Institut für Transurane (ITU) des Karlsruher Instituts für Technologie
(KIT) darf u.a. mit 180 Kilo Plutonium experimentiert werden. Nun wurde
die Genehmigung für zusätzliche 300 Kilo angereichertes Uran beantragt.
Dagegen bereitet sich Widerstand, mehr Informationen:
http://bit.ly/qo7s67

Sehr schöne Rede zur Verleihung der "Goldenen Auster" an die Stromkonzerne
durch das "Netzwerk Recherche" von Heribert Prantl:
http://bit.ly/r6igOQ

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.ausgestrahlt ist eine Mitmachkampagne gegen Atomenergie.
http://www.ausgestrahlt.de

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