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Im Interview mit der „Welt“ macht der Minister einen Zeitrahmen auf, der
auf Gorleben hinausläuft
Bundesumweltminister Peter Altmaier hat in einem Interview mit der
Zeitung „Die Welt“ die Hoffnung geäußert, dass ein Endlager für
hochradioaktiven Atommüll vor dem Jahr 2025 in Betrieb genommen werde.
Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Wenn Altmaier vor 2025 ein Endlager in Betrieb nehmen will, dann hat er
sich schon heute auf Gorleben festgelegt. Denn kein anderer Standort
wäre in zwölf Jahren so weit, Atommüll aufzunehmen. Alles Gerede von
einer weißen Landkarte und einem ergebnisoffenen Verfahren entpuppt sich
als Vorwand, um ein Gesetz zu installieren, das auf Gorleben hinausläuft.
Altmaiers Äußerung passt zu einem Gesetzentwurf, der inhaltlich klare
Weichenstellungen Richtung Gorleben enthält.
Wir fordern SPD und Grüne auf, bei diesem abgekarteten Spiel nicht
mitzumachen, die Verhandlungen um das Endlagersuchgesetz zu beenden und
gemeinsam mit der Zivilgesellschaft einen bundesweiten Atommüll-Dialog
zu starten. Erst wenn es einen gesellschaftlichen Konsens über das
Suchverfahren gibt, macht es Sinn, über ein Gesetz nachzudenken.“
Das Altmaier-Interview in der „Welt“:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article113693819/Atommuell-nicht-in-anderen-Laendern-entsorgen.html
.ausgestrahlt-Kritik am aktuellen Gesetzentwurf:
http://www.ausgestrahlt.de/presse/artikel/e186f99637/geologische-maengel-von-gorleben-wer.html