WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Aktionswoche gegen den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken in Deutschland
Die Bundesregierung und viele Massenmedien vermitteln den Eindruck, als wäre mit dem sogenannten „Ausstiegsbeschluss“ des Bundestages vom Juni 2011 das Atomzeitalter in Deutschland Vergangenheit, als gäbe es keine Gefahren aus Atomkraftwerken mehr. Dabei sind weiterhin neun gefährliche Reaktoren am Netz – und die meisten werden nach derzeitigen Plänen noch bis 2022 laufen.
Jeden Tag kann die Katastrophe passieren. Davon betroffen wären weitaus mehr Menschen, als gemeinhin angenommen. Ernsthafte Katstrophenschutzpläne gibt es nur für eine Zone von 25 Kilometern um jeden Reaktor – und selbst diese werden im Ernstfall kaum helfen können. Mit Bergen von Jodtabletten, dicken Ordnern voller Pläne und ein paar Dekontaminationsfahrzeugen – so lässt sich ein Super-GAU überstehen, wollen uns Behörden und AKW-Betreiber glauben machen. Die meisten Menschen wissen nichts davon, dass ihr Wohnort unmittelbar bedroht ist, dass sie nicht bleiben und nicht mehr zurückkehren können, wenn es passiert.
Selbst, wenn es in der 25-Kilometer-Zone klappen sollte: Noch Gebiete 170 Kilometer weit weg vom Reaktor könnten bei einem Super-GAU unbewohnbar werden - je nach Wetter und Menge der freigesetzten Radioaktivität auch noch weiter. Millionen Menschen müssten fliehen. Das hat das Bundesamt für Strahlenschutz in einer Modellrechnung nachgewiesen. Hier kannst Du sehen, wie groß dieser Umkreis für die einzelnen AKW wäre:
Deshalb ruft .ausgestrahlt zu einer bundesweiten dezentralen Aktionswoche vom 5. bis 11. November auf, um das Risiko sichtbar zu machen. Jede/r kann dabei mitmachen, ob als Einzelperson, gemeinsam mit FreundInnen oder in einer Gruppe organisiert. Unser Ziel ist es, in möglichst vielen Orten die Menschen über die Gefahren aufzuklären. Das kann nur gelingen, wenn viele mitmachen.
.ausgestrahlt stellt Material und Aktionsideen zur Verfügung, mit denen Menschen vor Ort (auch mit kleinem Aufwand) dazu beitragen können, das Risiko sichtbar zu machen. Aber natürlich kann auch jede/r eigene Ideen entwickeln.
In der Karte unten kannst Du sehen, welche Aktionen bereits während der Aktionswoche stattfinden - und Du kannst Deine Veranstaltung eintragen. An der Aktionswoche kannst Du Dich mit Ideen und Aktivitäten beteiligen, wenn Du allein bist, mit FreundInnen oder auch mit einer Gruppe.
Ideen und Materialien dafür findest Du hier. Außerdem haben wir zusammengetragen und werden noch weiter ergänzen Hintergrundinformationen zum Katastrophenschutz.
Quelle/Weiterlesen: