WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Zum morgigen 26. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Nach Tschernobyl wurden in Deutschland keine neuen Atomkraftwerke mehr
gebaut. Nach Fukushima wurde die Hälfte der Reaktoren in der
Bundesrepublik abgeschaltet. Was muss denn noch passieren, damit auch
die restlichen neun AKW vom Netz gehen? Die im letzten Jahr im Bundestag
beschlossenen Laufzeiten bis 2022 sind ein Skandal, denn die
Reaktorsicherheitskommission des Bundes hat bei jedem der noch laufenden
Meiler Sicherheitsdefizite festgestellt. Mit der merkelschen
‚Neubewertung des Restrisikos‘ ist es also leider nicht weit her. Der
Ausstieg ist auf halber Strecke steckengeblieben.
Japan zeigt uns derzeit, was möglich ist: Dort wird Anfang Mai der
letzte von 54 Reaktoren heruntergefahren – ein Quasi-Ausstieg innerhalb
von 14 Monaten, ohne dass die japanische Wirtschaft und der Alltag des
Inselstaates zusammenbrechen.
Für uns sind Tschernobyl und Fukushima Mahnung und Antrieb zugleich, um
uns weiter mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass alle Atomkraftwerke
vor dem nächsten Super-GAU stillgelegt werden.“
Anlässlich des 26. Tschernobyl-Jahrestages werden am Samstag Tausende in
Gorleben demonstrieren. Weitere Veranstaltungen und Aktionen gibt es im
ganzen Bundesgebiet:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/tschernobyl26