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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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25. Juni: Internationaler Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen. Mach mit!!

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Der australische Außenminister Gareth Evans ging in einem Gastbeitrag für "Welt online" am 28. Mai auf die Gefahr von Atomwaffen ein. Die Welt titelte: "Bei Atomwaffen siegt Gleichgültigkeit über Angst. Die Fukushima-Katastrophe hat eine umfassende Debatte über die Sicherheit von Atomkraftwerken ausgelöst. Die Gefahr von Atomwaffen ist ebenso real."
Gareth Evans schreibt: "Einer der entmutigendsten Aspekte der heutigen internationalen Diskussion besteht darin, dass die Bedrohung der Menschheit durch die weltweit 23.000 Nuklearwaffen - und diejenigen, die mehr davon bauen oder sie bereitwillig anwenden möchten - politisch nur noch am Rande behandelt wird."
Wir halten diesem Trend entgegen:
Mit unserer Kampagne haben wir in den letzten drei Jahren die NATO-Debatte über die Zukunft der Atomwaffen in Europa stark beeinflusst. In einer neuen Studie für die NATO wird mehrfach erwähnt, wie groß der Druck unter anderem in Deutschland ist, die Atomwaffen abzuziehen.

Und auf den vielen Anti-Atom-Demos im Frühjahr waren wir mit Aufrufen, Material und persönlich vertreten, um den Zusammenhang zwischen Atomenergie und atomarer Abrüstung in den Fokus zu rücken.

Daran knüpfen wir an und wollen Euch zu weiteren Aktionen ermutigen:

Der 25. Juni ist der globale Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen!

Die "offiziellen" Atomwaffenstaaten (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China) treffen sich am 29. und 30. Juni in Paris. Wie im letzten Jahr ruft die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN, zu einem globalen Aktionstag auf, und zwar im Vorfeld dieses Treffens. So soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass immer noch keine Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen aufgenommen wurden.

Weltweit werden am 25. Juni 2011 Gruppen aktiv mit Flashmobs, Online-Aktionen, Protesten und Mahnwachen, Picknicks, Infoständen, Graffiti-Aktionen und vielem mehr. Die verschiedenen Ideen kann man auf der internationalen Homepage nachlesen: www.nuclearabolition.org.

Wir wollen auch in Deutschland zum Aktionstag beitragen und schlagen folgende Aktion vor:

"Million Pleas": Die wahrscheinlich längste Videokette der Welt

Eine Gruppe von Schulkindern im japanischen Hiroshima hat vor etwa einem halben Jahr mit einem Video begonnen. Es ist an die neun Staaten adressiert, die im Besitz von Atomwaffen sind. Überall auf der Welt werden Menschen gebeten, ein 2-Sekunden-Video von sich selbst auf die Website millionpleas.com zu stellen, in dem sie das Wort "please" (bitte) sagen. Bisher sind 5.800 "Pleas" (Bitte, Appell) auf der Webseite zu sehen.

Wir regen an, mit Laptop und Webcam auf die Straße zu gehen oder dahin, wo viele Leute sind, und einfach Menschen aufzufordern, das Wort "please" vor der Kamera zu sagen. Am besten erzählt Ihr auch warum! Und vielleicht drückt Ihr interessierten Menschen zudem einen Flyer in die Hand (Demnächst wird ein Flyer auf der Webseite atomwaffenfrei.de für diesen Zweck zu finden sein). Danach können die Beteiligten ihren Videobeitrag auf der Webseite anschauen und über Facebook oder Twitter anderen FreundInnen davon erzählen, so dass es zu einer "Kettenreaktion" kommt.
Als Hilfestellung haben wir eine kleine Anleitung verfasst, wie und in welchem Format ein Kurzvideo zu machen ist. Ihr könnt dann selbst die Videobeiträge auf dem atomwaffenfrei-Kanal auf YouTube hochladen. Dafür geben wir Euch auf Anfrage einen Zugang - einfach eine Mail an millionpleas@atomwaffenfrei.de schicken.

(Ober)-BürgermeisterInnen sollen auch mitmachen

Viele BürgermeisterInnen in Deutschland sind bereits der weltweiten Organisation "Mayors for Peace" beigetreten. Damit haben sie sich zum Ziel der Abschaffung aller Atomwaffen bekannt, sind jedoch häufig nicht sehr aktiv. Unser Vorschlag ist, die "Bürgermeister für den Frieden" aufzufordern, auch an der Million-Pleas-Aktion teilzunehmen. Ihr könnt die Anregung einfach per Mail oder Post schicken oder gar versuchen, einen Aufnahmetermin zu verabreden. Eine Liste der Städte, die Mitglieder sind, ist auf der Homepage mayorsforpeace.de zu finden.

Wenn der/die (Ober)-BürgermeisterIn noch nicht Mitglied ist, dann könntet Ihr den Beitritt vorschlagen. Weitere Infos und Beitrittsformular sind auf der Seite "Mitglied werden!" zu finden.

Nicht vergessen: Gebt uns bitte Bescheid, wenn Ihr Euch an dem Aktionstag beteiligt. Und wenn Ihr Bilder macht, dann schickt Sie an xanthe@ippnw.de, so dass wir sie auf die Webseite stellen können.

Viel Spaß!

Xanthe Hall, Regina Hagen, Nina Eisenhardt, Roland Blach

für die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei"

 

Quelle: Newsletter 06/2011

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