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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Zwei Tage vor Neonaziaufmarsch: Brandanschlag auf linkes Zentrum in Salzwedel Täter_innen nehmen Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf

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Eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung: „Aufgrund mehrerer rechter Angriffe aus das Zentrum in diesem und dem letzten Jahr ist von einem Zusammenhang mit dem Neonaziaufmarsch am Samstag in Salzwedel auszugehen.“


In der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr wurde das Autonome Zentrum „Kim-Hubert“ (AZ) in
Salzwedel von Unbekannten mit drei Brandsätzen angegriffen.
Eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung betont: „Zur Tatzeit befanden sich mehrere Personen im Gebäude, in dem von außen erkennbar Licht brannte. Es ist davon auszugehn, dass die Täter_innen Körperverletzungen und Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf nahmen. Nur durch Glück und umsichtiges Handeln der Anwesenden kam niemand zu Schaden, allerdings richteten die Brandsätze Schaden an der Fassade an.“
Einer der Flaschenbrandsätze traf zwischen zwei Fenster und richtete dort Sachschaden an, die andern trafen unmittelbar vor dem Haus auf dem Bordstein auf - unweit eines leicht entflammbaren Haufens Plastikmüll, der an einer benachbarten Hauswand lehnte.


Das AZ wurde in den vergangenen 15 Monaten bereits viermal von Rechten angegriffen (siehe angehängte Chronik).


Neben einer adäquaten Strafverfolgung betont die Mobile Opferberatung die Notwendigkeit einer öffentlichen Anerkennung und Unterstützung alternativer, emanzipatorischer Jugend- und Subkulturen und ihrer Strukturen. Diese ist besonders notwendig, um Betroffene rechter Gewalt zu stärken.
 
2.2.2010
10 vermummte Personen stürmen während einer Infoveranstaltung zum Neonaziaufmarsch in
Dresden in das gerade eröffnete AZ. Sie bedrohen und schlagen zwei Besucher der Veranstaltung, verwüsten den Infoladen und schmeißen einen Stuhl durch ein Fenster. Dem AZ drohen sie: „Wenn ihr nochmal so eine Scheiß-Veranstaltung macht, kommen wir wieder“.
 

 

11.11. 2010:
Mindestens drei Neonazis werfen Steine gegen die Fassade und zerstören drei Fenster.
 

 

April 2011: Ein Mann mit Neonazivergangenheit brüllt antilinke Parolen und tritt die Tür des AZ
ein.
 

 

April 2011: Ein Neonazi versucht, die gerade reparierte Tür des AZ einzutreten und bedroht eine anwesende Person, die er gegen eine Wand drückt.

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