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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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ZIVILBEVÖLKERUNG IM NORDWESTEN PAKISTANS SCHUTZLOS UND OHNE RECHTE

amnesty international

NEUER AMNESTY-BERICHT DOKUMENTIERT VERGEHEN DURCH SICHERHEITSKRÄFTE UND
TALIBAN / TAUSENDE MÄNNER UND JUNGEN IN GEHEIMEN LAGERN INTERNIERT

BERLIN, 12. Dezember 2012 – Die hinterhältige Attacke der pakistanischen
Taliban auf die 14-jährige Malala Yousafzai hat im Oktober weltweit
Entsetzen ausgelöst. Dass die Gebiete um Malalas Heimatregion im Nordwesten
Pakistans praktisch ein rechtsfreier Raum sind, erregt wesentlich weniger
Aufmerksamkeit. In einem neuen Bericht zeigt Amnesty International wie die
Zivilbevölkerung dort schwersten Menschenrechtsverletzungen nicht nur durch
die Taliban, sondern auch durch die pakistanischen Sicherheitskräfte völlig
schutzlos ausgeliefert ist. „Tausende Männer und Jungen sind von der Armee
und Geheimdiensten gefangen genommen, gefoltert und in geheime
Internierungslager gesperrt worden“, kritisiert Verena Harpe,
Asien-Expertin von Amnesty International in Deutschland.

Viele Männer und Jungen tauchen nie wieder auf oder werden tot aufgefunden.
Praktisch jede Woche händigt die Armee Angehörigen Tote aus, die in
Gewahrsam angeblich an Krankheiten oder Herzversagen gestorben seien –
meist haben die Leichen Folterspuren. In keinem der von Amnesty
International dokumentierten Beispiele kam es zu einer Untersuchung. „Es
ist kein einziger Fall bekannt, in dem Angehörige der Sicherheitskräfte zur
Rechenschaft gezogen wurden“, sagt Harpe.

Statt den Menschenrechtsschutz in den Stammesgebieten, die größtenteils von
der pakistanischen Armee zurückerobert wurden, zu verbessern, hat die
Regierung im vergangenen Jahr dort harsche neue Sicherheitsgesetze
eingeführt. Amnesty International fordert die pakistanische Regierung auf,
das Rechtssystem in den Stammesgebieten nach internationalen Standards zu
reformieren.

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