WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Es geht sicherlich ohne Kirchlichkeit. Aber ohne ein Gespür für Transzendenzen und etwas, was mich übersteigt, geht es nicht. (Anselm Grün)
Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Hamburger Symphoniker Anfang September ein gut einwöchiges, kleines aber hochkarätig besetztes Sommerfestival veranstalten. Dabei sucht sich das originäre Hamburger Symphonieorchester Orte in Hamburg, die Teile der Identität und des Charakters der Stadt ausmachen und verbinden diese zu Spielstätten eines Konzertzyklus – als wichtiger Beitrag zur aktiven Gestaltung der Musikstadt Hamburg. Das Festival „Verwandlungen 2012 – Transzendenzen“ bietet vom 1. bis 9. September 2012 innerhalb von sieben Konzerten ein Programme, das sowohl die Musik in ein direktes Spannungsfeld zu den Räumen treten lässt, die Spielstätten aber auch untereinander in spannende, neue Korrelationen zueinander bringt. Dadurch soll die Hansestadt „musikalisiert“, also verwandelt werden. Das übergeordnete Ziel ist die Gewinnung eines neuen Verhältnisses zur musikalischen Grundkategorie „Zeit“.
In allen Konzerten des diesjährigen Festivals stehen die Begriffe LIEBE – VERLUST – WAHN im Mittelpunkt der programmlichen Ausrichtung. In drei Hauptkonzerten am 1., 3. und 5. September 2012 soll der Vorstoß unternommen werden, diese Begriffe auf ihren gemeinsamen Nenner – für den unsere Sprache keinen Begriff bereithält – zurückzuführen und zwar dadurch, dass alles drei Begriffe in jedem Konzert, quasi gleichzeitig präsent, eine ästhetische, poetische Einheit bilden. Ein jeder der jeweiligen Ort dieser drei Konzerte symbolisieren einen, die Musik wiederum bezieht sich auf die beiden anderen Begriffe. So entsteht eine Symbiose, die sich im musikalischen Erleben erfahren lässt. Der letzte Konzertabend am 6. September 2012 evoziert im Kleinen Saal der Laeiszhalle die Summe der Erfahrungen der vorangegangenen Abende durch die Aufführung der Kammeroper RECITAL – FOR CATHY und führt den Zyklus zu einem poetischen Höhepunkt. Intendant Daniel Kühnel wird im Rahmen dieser szenischen Reflektion zum Thema LIEBE – VERLUST – WAHN sein Regiedebüt geben. Den Abschluss findet das Festival VERWANDLUNGEN 2012 – TRANSZENDENZEN in einer hintergründigen Lesung mit Erläuterungen zu Platons „Symposion“ im ehemaligen Nachtasyl des Thalia Theaters mit Hans-Jürgen Schatz und Prof. Bernd Manuwald.
Vollendet wird das diesjährige Programm durch je einen weiteren Abende mit der Stimmkünstlerin Fátima Miranda sowie mit dem A-Capella-Ensemble Vocalconsort Berlin und Hedwig Bilgram am Cembalo. VERWANDLUNGEN 2012 – TRANSZENDENZEN ist Teil des Luther-Projekts der Hamburger Symphoniker, das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt wird.
Sie erhalten ein Abonnement für alle sieben „Verwandlungen 2012“-Konzerte für nur 98 Euro bei der Konzertkasse Gerdes (Rothenbaumchaussee 77, 20148 Hamburg, 040-440298 oder 040-453326) und allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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