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.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Brokdorf Akut
Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg
Gemeinsame Pressemitteilung
Kiel, 16. Mai 2012
Schleswig-Holstein: „Der Atomausstieg muss vollendet werden“
Atomkraftgegner stellen Forderungen zu den Koalitionsverhandlungen in Kiel
Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und SSW in
Kiel haben Anti-Atom-Organisationen, Umweltverbände und
Bürgerinitiativen einen atompolitischen Forderungskatalog aufgestellt.
Mit einer Aktion vor dem Landeshaus in Kiel werden Anti-Atom-Aktivisten
diesen Forderungen heute ab 14.30 Uhr Nachdruck verleihen.
Die Atomkraftgegner verlangen von einer neuen schleswig-holsteinischen
Landesregierung die sofortige Stilllegung des AKW Brokdorf, weil ein
Super-GAU in dem Kraftwerk an der Unterlebe nicht auszuschließen ist.
Karsten Hinrichsen von der Bürgerinitiative „Brokdorf Akut“: „Die
Freisetzung massiver Radioaktivitätsmengen würde das Leben und
Wirtschaften in Schleswig-Holstein grundlegend verändern. Es gibt keine
absolute Sicherheit gegen Kernschmelzunfälle, schon gar nicht im 25
Jahre alten AKW Brokdorf, in dem immer häufiger Störfälle passieren. Die
weitere Erzeugung von Atommüll ist zu unterbinden, weil es keinen Platz
gibt, an dem dieser über Jahrtausende sicher gelagert werden kann.“
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Die
Spitzenkandidaten aller drei Parteien haben am 11. März an der
Demonstration in Brokdorf für die sofortige Stilllegung des AKW
teilgenommen. Haben sie das ernst gemeint oder war es nur Wahlkampf?“
Sollte es dem Land aufgrund fehlender Zuständigkeit nicht möglich sein,
dass AKW sofort stillzulegen, dann erwarten die Verbände und
Initiativen, dass die Atomaufsicht des Landes die vom
Bundesumweltministerium und der Reaktorsicherheitskommission nach
Fukushima genannten erhöhten Sicherheitsanforderungen umgehend umsetzt.
Außerdem soll Schleswig-Holstein über den Bundesrat darauf Einfluss
nehmen, den Atomausstieg bundesweit zu beschleunigen.
Für die abgeschalteten Reaktoren in Brunsbüttel und Krümmel soll das
Land darauf drängen, dass die Betreiber einen offiziellen Antrag auf
Stilllegung stellt, denn nur dann ist ein Wiederanfahren endgültig
ausgeschlossen.
Die Bürgerinitiativen und Verbände fordern die Parteien darüber hinaus
dazu auf, vor atompolitischen Festlegungen in den
Koalitionsverhandlungen das Gespräch mit den Atomkraftgegnern zu suchen.
Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg: „Wir
befürchten, dass sich die Parteien um das Thema Atomkraft weitgehend
drücken. Deshalb suchen wir das Gespräch und werden den Druck von der
Straße aufrechterhalten.“
Den vollständigen Wortlaut der Forderungen und die Liste der
Unterzeichnenden können Sie hier nachlesen:
http://ausgestrahlt.de/mitmachen/koalitionsverhandlungen