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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen! - Großdemonstration am Samstag, den 10. November 2012


Mietenexplosion, Sozialwohnungsabbau, überfüllte Notunterkünfte, Studierende in Turnhallen und Flüchtlinge in Zeltlagern - hat der Senat nicht mehr alle Tassen im Schrank? Trotz aller Bekundungen, den Wohnungsbau zu forcieren, spitzt sich die Lage weiter zu, bestimmte Gruppen wie Auszubildende und Studierende, GeringverdienerInnen und Alleinerziehende, vor allem Flüchtline und Wanderarbeiter trifft es besonders hart.


Der "Wohnungsmarkt" ist wie leergefegt, was erschwingliche Wohnungen anbelangt. Kein Wunder, im Durchschnitt der letzten zehn Jahre sind weit weniger als halb so viele Wohnungen gebaut wie nötig, und die 3.000 bis 3.500 die pro Jahr fertiggestellt wurden, hatten eine durchschnittliche (!) Größe von mehr als 100 Quadratmetern und waren zu einem erheblichen Anteil Eigentumswohnungen. Wohnungsnot in Hamburg? Für Gutverdienende und Vermögende in der reichsten Stadt Europas kein Problem, aber für alle anderen!

59,7 % der hamburgischen Bevölkerung gaben kürzlich bei einer "repräsentativen Umfrage" an. Sorge zu haben, ihre Wohnung in Bälde nicht mehr bezahlen zu können. Und satte 88,7 % kritisierten den Senat dafür, nicht genügend für bezahlbaren Wohnraum zu tun (MOPO vom 21.10.2012).


Am Samstag, den 10. November, wird gegen das Desaster auf dem Wohnungsmarkt demonstriert. Tausende werden erneut auf die Straße gehen und gegen den Mietenwahnsinn in dieser Stadt protestieren. Dem Senat muss auf diese Weise Druck gemacht werden, die Bemühungen um eine soziale Wohnungspolitik massiv und nachhaltig zu verstärken. Es geht dem Bündnis "Mietenwahnsinn stoppen!" vor allem um diese Anliegen:

Wir fordern:

  • Leerstand muss bewohnt werden! Entkriminalisierung von Besetzungen leerstehender Häuser!
  • Wir brauchen einen auf lange Sicht sozialen Wohnungsbau, keine kurzen Sozialbindungen, und die Möglichkeit zu demokratischer Teilhabe.
  • Damit endlich Schluss ist mit dem Mietenwahnsinn, brauchen wir eine gesetzlich festgelegte Mietobergrenze bei allen Neuvermietungen, die weit unter dem aktuellen Mietendurchschnitt in Hamburg liegt!
  • Wohnraum ist keine Ware, sondern ein öffentliches Gut, das wir zum Leben brauchen! Wohnraum muss dem profitorientierten Markt entzogen und allen Menschen zur Verfügung gestellt werden! Wir fordern eine Vergesellschaftung von Wohnraum!

Der vollständige Demoaufruf, der inzwischen von weit mehr als 50 Gruppen und Initiativen unterzeichnet wurde, findet sich im Netz unter http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/aktuell/aufruf-schlaflos-hamburg-mietenwahnsinn-stoppen.

Auch er Landesverband der LINKEN und die Linksfraktion unterstützen den Aufruf und rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf. Im Vorfeld wird die Linksfraktion auf einer Pressekonferenz auf das besonders dramatische Elend der Flüchtlinge und Wanderarbeiter - immer mehr von ihnen werden zurzeit in Zelten (!) untergebracht, mehrere "Zeltlager" sind in Planung - und die Probleme von vielen Erstsemestern und Auszubildenden aufmerksam machen, die keine vernünftige Bleibe in Hamburg finden.

SCHLAFLOS IN HAMBURG? MIETENWAHNSINN STOPPEN!

Demonstration am Samstag, den 10. November 2012
Auftakt 13.00 Uhr Hachmannplatz/Hauptbnahnhof
Abschluss 16.30 Uhr Hafenstraße
Anschließend 25 Jahre erfolgreiche "Barrikadentage an der Hafenstraße"
Näheres dazu unter http://hafenstrasse.jimdo.com
Demonstration

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