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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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PRÄSENTATION 28: Positionen aktueller Musik, Éliane Radigue, 20.1.2011

PRÄSENTATION 28:
Positionen aktueller Musik
 
Éliane Radigue

Fr, 20.1.2011, 18:00 Uhr
Kampnagel, Jarrestraße 20
www.klubkatarakt.net

Der Eintritt ist frei. (gilt nur für die Präsentation)

“Präsentationen” ist eine Vortragsreihe des VAMH (www.vamh.de) zu verschiedenen Positionen aktueller Musik.
Diesmal in Zusammenarbeit mit klub katarakt 33.

Ein Podiumsgespräch mit der Komponistin und Wegbereiterin der elektronischen Musik Éliane Radigue aus Paris.

Éliane Radigue (* 24. Januar 1932 in Paris) musikalisches Schaffen begann in den 1950er Jahren, die ersten Veröffentlichungen erschienen gegen Ende der 1960er Jahre. Als Klavierstudentin hatte sie bereits erste Erfahrungen mit Komposition, bevor sie Pierre Schaeffer Anfang der 1950er Jahre begegnete. Zuerst studierte sie sporadisch, 1957 - 58 dann intensiver bei Pierre Schaeffer und Pierre Henry am Studio d'Essai des RTF in Paris und lernte dort elektroakustische Komposition. Zu Beginn der 1960er Jahre war sie Assistentin von Pierre Schaeffer und entwarf zu dieser Zeit einige der Sounds, die in Schaeffers Werk Verwendung fanden, 1967 - 68 war sie Assistentin von Pierre Henry im Studio Apsome. Mit der Zeit löste sie sich von Schaeffer und Henry, die ihre Verwendung von Mikrofonrückkopplungen und Tapeloops kritisierten.
Anfang der 1970er Jahre teilte sie sich gemeinsam mit Laurie Spiegel an der New Yorker Universität ein Studio mit einem Buchla Synthesizer, den Morton Subotnick dort eingerichtet hatte. Zu dieser Zeit fühlte sie sich den New Yorker Minimalisten bereits näher als der Musique concrète Pierre Schaeffers und Pierre Henrys. Mitte der 1970er Jahre konvertierte sie zum Tibetischen Buddhismus.
Zu Beginn der 1990er Jahre beschäftigte sich Radigue mit der dreistündigen Trilogie De La Mort, die im Andenken an ihren Sohn Yves Armand (1954 - 1989) und ihren Lehrer Pawlo Rinpoche Tsuglag Mawey Wangchuk entstand.
Seit dem Jahrhundertwechsel arbeitete Radigue hauptsächlich an Kompositionen für Interpreten akustischer (oder halbakustischer) Instrumente. Ihr erstes Werk dieser Art,  Elemental II wurde vom Bassisten Kasper T. Toeplitz in Auftrag gegeben und von diesem auf dem von ihm selbst entwickelten BassComputer aufgeführt. Später wurde es auch von der Laptop-Improvisationsgruppe The Lappetites aufgeführt, bei der sie selbst anfänglich mitwirkte. 2006 erhielt Éliane Radigue beim Festival Ars Electronica die Goldene Nica für ihr letztes elektronisches Stück L’îIe re-sonante (2000). Danach erarbeitete sie mit dem Amerikanischen Cellisten Charles Curtis Naldjorlak I, dann mit den Bassetthornisten Carol Robinson und Bruno Martinez Naldjorlak II und schließlich im Ensemble Naldjorlak III; die Aufführung dieser kompletten Trilogie erfolgte 2009. Im Juni 2011 wurde die Komposition für Soloharfe Occam I, die für den Harfisten Rhodri Davies geschrieben wurde, uraufgeführt.

Nach dem Vortrag gibt es ein Konzert mit der Musik von Eliane Radigue:
19:30 Uhr Konzert: Éliane Radigue: Naldjorlak I–III (2005–08) - Charles Curtis (Cello), Carol Robinson, Bruno Martinez (Bassetthorn)
15 Euro (erm. 8,- Euro)

http://www.klubkatarakt.net

 

 

 

 


 

In der Vortragsreihe Präsentationen Positionen aktueller Musik des Verbands für aktuelle Musik Hamburg wurden bislang präsentiert:

- David Toop (London), Dezember 2011
- Richard Barrett (London/Berlin), Oktober 2011
- Antoine Beuger (Düsseldorf), Oktober 2011
- Gino Robair (San Francisco), Juni 2011
- Johannes Kreidler (Berlin), April 2011
- Rhys Chatham (NY), Januar 2011
- Axel Dörner (Berlin), Januar 2011
- Eddie Prévost (London), Dezember 2010
- Mathias Spahlinger (Berlin), September 2010
- Alvin Curran (Providence, Rhode Island), April 2010
- Hanna Hartman (Uppsala/ Berlin), Dezember 2009
- John Oswald (Canada), Oktober 2009
- Jorge Sad, (Argentinien), Juni 2009
- Luciano Chessa (USA), Juni 2009
- Phill Niblock (USA), April 2009
- Alvin Lucier (USA), Jan. 2009
- Tim Hodginson (UK), Dez. 2008
- Zentrum für Aktuelle Musik (Köln), Marion Wörle und Maciej Sledziecki, Okt. 2008
- Christian Wolff (NY), April 2008
- Christoph Ogiermann (Bremen), Sept. 2007
- Dieb 13 (Wien), Juni 2007
- Gene Coleman (Chicago), April 2007
- Peter Ablinger + Sven Ake Johannson (Berlin), März 2007
- John Tilbury (London), Feb. 2007
- Sabine Sanio (Berlin), Sep. 2006
- Asmus Tietchens (Hamburg), Juli 2006
- Rhodri Davies (London), April 2006

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