WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Organisiert euch für den nächsten globalen Aktionstag globalNOISE
Was ist Global NOISE?
Internationale Aktivisten der Indignado und der Occupy-Bewegung starten die gemeinsame Kampagne “GlobalNoise”.
Ziel dieser Kampagne ist es, am Samstag dem 13. Oktober 2012 einen etwas anderen Protestmarsch ins Leben zu rufen. Sie hoffen, damit lokale Widerstandsgruppen und Kollektive zu animieren, um ihren Unmut lauthals auf die Straße zu bringen.
Historisch betrachtet hat das Schlagen auf einen Topf schon immer universell als Mittel gedient, um Aufmerksamkeit zu erlangen.
Vom Kind bis zum Erwachsenen, wir alle wissen, dass ein Topf oder eine Pfanne leicht als Notbehelf eine Trommel oder einen Alarm ersetzt. Mit #globalNOISE werden sie zu beidem. Der Aufmarsch verfolgt hierbei den Zweck, auf die Probleme und Sorgen der Aktivisten aufmerksam zu machen, indem man sich eines Mittels bedient, welches nicht so leicht zu ignorieren ist. In der Vergangenheit wurde diese Form des Aktivismus hauptsächlich verwendet, um die Aufmerksamkeit auf die Bildungsreform, den Welthunger, Korruption der Regierung oder die ungleiche Verteilung der Ressourcen zu ziehen.
Diese Form des Protests wird nun durch die Occupy-Bewegung, der spanischen Indignados-Bewegung und der Studentenbewegung aus Kanada erneut ins Leben gerufen. Seitdem hat sich die Idee weltweit verbreitet. Sie ergeht aus historischen und jüngsten Ereignissen, aus der die Idee des global koordinierten Protestmarschs gewachsen ist. Einer internationalen Darstellung von Frustration und Unruhe auf der globalen Ebene, welche nur noch schwer zu leugnen ist.
Wie mache ich Krach mit Küchengerätschaften!?
Die Grundidee hinter dem Topfschlagen ist ganz simpel. Benutzt einen Löffel um auf die Rückseite eines Topfes oder einer Pfanne zu schlagen. Es funktionieren aber auch andere ähnlich geformte Behälter, welche nicht aus Glas bestehen. Unseren Erfahrungen nach geben metallene oder hölzerne Löffel die besten Schlaginstrumente ab.
Alternative Instrumente
Das Ziel der Global Noise Initiative ist es, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das ist ja schließlich die Idee hinter einem Protestmarsch. Auch wenn Küchengeräte die beste Wahl sind, sie sind nicht die einzige Wahl. Bedenkt, dass das Ziel ist, Aufmerksamkeit zu erlangen. Wenn ihr keinen Zugriff auf irgendwelche Küchengeräte habt, könnt ihr alles nutzen, was in irgendeiner Form Krach macht. Seien es nun Musikinstrumente, Trillerpfeifen, Trompeten, Vuvuzelas oder Trommeln. Ob nun professioneller Musiker oder einfach nur Krachmacher spielt keine Rolle, macht einfach Krach. Man kann auch Autofahrer zum Hupen animieren.
In Spanien nennt man das “Pitodromo”.
Wie ihr seht, sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, ordentlich Krach zu machen. Wenn ihr noch weitere lustige Ideen habt, seid ihr eingeladen, diese mit uns zu teilen. Wir lieben Feedback. Postet es auf unsere Facebook-Seite (https://www.facebook.com/globalNOISE), twittert es uns (@potbanging) oder tretet der Arbeitsgruppe bei (http://www.globalnoise.net/get-involved).
Größe und Form des Aufmarschs
Eine vernünftige Topfdemo kann jede Form haben. Ob nun klein oder groß. Grundsätzlich zählt: Je größer die Gruppe, um so lauter der Krach. Aber auch allein eine Person kann schon ordentlich Lautstärke erreichen.
Die GlobalNoise Arbeitsgruppe braucht genau dich, um den Protestmarsch am 13. Oktober in deiner Stadt zu planen. (Manche GlobalNoise Gruppen planen Aktionen über eine ganze Woche. Falls dir der Termin also nicht passen sollte, kannst du diesen auch gern an einem anderen Tag der Aktionswoche planen.) Vergesst nicht, Topfdemos finden häufig spontan Unterstützung. Beobachter begreifen häufig, dass sie zum mitmachen nicht mehr benötigen, als irgendetwas, das Krach verursacht.
Beispiele für Topfschlag Aktionen
Seit der Entstehung der Occupy und der Ingdinado-Bewegung gab es über das letzte Jahr sehr häufig Topfschlag- Aktionen. Die Gründe für die Unruhen reichen von der studentischen Schuldenkrise bis zur Knappheit der Ressourcen. Die Methode des Ausdrucks der Frustration war hierbei aber die gleiche. Anfang des Jahres erst gab es einen massiven Topfschlag-Protestmarsch in Argentinien, wo man die Inflation beklagte. Der Reuters Verlag berichtete: Mehrere Tausend Argentinier protestieren gegen die Regierung, indem sie vor dem Präsidentenpalast in Buenos Aires auf Töpfe und Pfannen schlagen.
In Seattle protestierte auf diesem Weg eine Woche lang die Krachbrigade gegen die Studentenschulden. Zusätzlich berichtete Global Montreal dass die Montreal Protestmärsche von Solidaritätsprotestmärschen weltweit begleitet wurden. Im Oktober 2010 kam es in Oldenburg (Deutschland) zu Topfschlagprotesten. Unter dem Mott “Krach schlagen statt Kohldampf schieben” demonstrierten die Aktivisten gegen soziale Ungleichheit und die unfaire Verteilung von Ressourcen.
Weltweiter Global NOISE kommt auf uns zu
Im Juni 2012 planten Aktivisten vieler verschiedener Länder, soziale Gerechtigkeitsbewegungen und Netzwerke einen gewaltfreien weltweiten Aktionstag. Man bediente sich hierbei einer höchst effektiven Protestform. Dem sogenanntem “cacerolazo”. Die Aktivisten bildeten eine Arbeitsgruppe und einigten sich auf folgenden Vorschlag. Jedes Kollektiv und jede Asamblea war aufgefordert einzubringen, was genau man für Forderungen stelle und wurde angehalten, sich den Protestmärschen anzuschließen.
Wir nutzen die Kraft der Masse, um einen Ruf nach Veränderung in die Welt zu tragen, welcher nicht länger zu ignorieren ist. Die Global NOISE Arbeitsgruppe ruft hiermit den 13. Oktober als Aktionstag aus, wo wir die Straßen und Städte mit dem durchdringendem Sound des Krachs überfluten werden. Im spätem August haben mittlerweile viele Aktivisten aus vielen Städten (z.B. London, Brüssel, Chicago, Madrid, Paris, Hamburg) und verschiedenen Ländern bestätigt, die Organisation zu übernehmen. Und die Liste wächst täglich.
Beteiligt euch
Es ist leicht mitzuhelfen um aus Global NOISE einen wahren Erfolg zu machen. Ihr könnt die Idee von Global NOISE mit eurer Familie teilen, euren Freunden, auf Facebook, über Twitter oder anderen sozialen Netzwerken.
Kontaktiert die örtliche Asamblea oder das Kollektiv, um diese Aktion mit den Aktivisten gemeinsam zu planen.
Wenn du mithelfen möchtest, die globale Vernetzung zu koordinieren, dann bist du gern eingeladen, an den Arbeitsgruppenmeetings teilzuhaben. Da es eine weltweite Aktion ist, haben wir natürlich auch noch Bedarf an Übersetzern und Mitwirkenden. Wenn du Interesse hast, wir würden uns sehr über dein Mitwirken freuen. Mehr Informationen findest du auf unserer Homepage unter www.globalnoise.net
Auch wenn uns der physikalische Raum trennt, so sind wir doch alle vereint in unserem Kampf.
Helft uns am 13. Oktober den Sound der Veränderung in jeder Stadt, in jedem Land, auf jedem Kontinent, auf der gesamten Welt erschallen zu lassen.
Wir machen Global NOISE!
Website: http://www.globalnoise.net
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