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CEE Bankwatch Network****urgewald
NRO-Bericht zum Energieportfolio der Osteuropabank deckt widersprüchliche Investitionen auf
London/Berlin, 17.5.12 Das Umweltnetzwerk Central and Eastern Europe Bankwatch Network veröffentlicht heute einen Bericht („Tug of War. Fossil fuels versus green energy at the EBRD”) zum Energieportfolio der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE). Danach wurde fast die Hälfte der 6,7 Milliarden Euro, die die EBWE zwischen 2006 und 2011 im Energiebereich vergeben hat, für fossile Energieträger verwandt: 48 Prozent des Energieportfolios der letzten sechs Jahre floss in Fossile. 13 Prozent in Energieeffizienzmaßnahmen im Kraftwerkssektor, jeweils 11 Prozent in den Bereich neue Erneuerbare und Stromübertragungsleitungen, 5 Prozent betrafen atombezogene Investitionen und 3 Prozent Großstaudämme.
„Lobenswert sind die steigenden Finanzierungen für neue Erneuerbare und Energieeffizienzmaßnahmen im Kraftwerkssektor. Allerdings ist gleichzeitig die Unterstützung für Kohle und in geringerem Maße für Öl in den letzten sechs Jahren angestiegen, während klimapolitisch ein umgekehrter Trend nötig gewesen wäre“, erklärt Pippa Gallop, eine der Autorinnen des Berichts. „Diese einander widersprechenden Investitionen riskieren, dass die EBWE insgesamt nichts positives zum Kampf gegen den Klimawandel beiträgt.“
Die Studie hat zudem die Nachhaltige Energieinitiative der EBWE analysiert, in der die Bank zwischen 2006 und 2011 insgesamt 8,7 Milliarden Euro für Effizienzverbesserungen im Energiesektor, bei der Industrie und städtischer Infrastruktur vergeben hat. Dabei stellen die Autoren fest, dass einige dieser Investitionen dafür verwandt wurden, den Betrieb existierender Kohleminen auszuweiten oder alte Kohlekraftwerke durch neue zu ersetzen.
„Solche Investitionen verbessern scheinbar den Betrieb von Kohle- oder Gasbetrieben“, sagt Piotr Trzaskowski, Klima- und Energie Koordinator von Bankwatch. „Tatsächlich verlängern sie damit jedoch die Laufzeit alter Kohlekraftwerke oder –minen, oder helfen, neue Kraftwerksblöcke zu bauen, womit sie weiterhin unakzeptabel hohe CO2-Emissionen festschreiben, in Zeiten, in denen solche Betriebe ganz geschlossen werden müssten.“
Die Studie schließt mit Empfehlungen. „Die Bank muss die aktuelle Überarbeitung der Bergbaupolicy dafür nutzen, den Abbau von Kohle zukünftig auszuschließen. Nur so handelt sie klimapolitisch verantwortlich“ fordert Regine Richter, Energieexpertin der Umweltorganisation urgewald.