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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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»Les Eléments« Barock-Virtuose Riccardo Minasi leitet Resonanzenkonzert

Am 19. Januar 2012 präsentiert das Ensemble Resonanz ein französisches Programm: »Les Eléments« erstreckt sich über vier Jahrhunderte und stellt Musik aus der Zeit von Louis XIV. in den Mittelpunkt. Barockmusik von Jean-Féry Rebel und Jean-Baptiste Lully treffen auf Klangwelten des Corbusier-Schülers Iannis Xenakis, serielle Spektralmusik eines Tristan Murail wird konfrontiert mit dem wohl berühmtesten Werk des musikalischen Impressionismus, Debussys »Prélude à l`après-midi d`un faune«. Als Konzertmeister und musikalischen Leiter hat sich das Hamburger Kammerorchester den Barockgeigen-Virtuosen Riccardo Minasi eingeladen, Beginn im Kleinen Saal der Laeiszhalle ist um 20 Uhr.

Auszüge aus Jean-Baptiste Lullys »Ballet de la Nuit« eröffnen den Abend; Ballettmusik, in der Sonnenkönig Louis XIV. im Jahr 1652 höchstpersönlich aufgetreten sein soll und woraus nicht zuletzt sein Beiname »le roi soleil« resultierte. Fast 100 Jahre später, im Jahr 1739 entstand die spätbarocke Symphonie nouvelle »Les Eléments« von Jean-Féry Rebel, eines der frühen musikalischen Weltbilder. Genau wie Haydns Schöpfung beginnt das Werk mit dem Chaos und vollzieht im Folgenden die Entstehung der Elemente nach.

Iannis Xenakis` »Aroura« (altgriechisch für »urbanes Land«) ist ein Klassiker im Repertoire des Ensemble Resonanz (CD-Einspielung 2006) und ein atemberaubendes Beispiel für architektonisch gedachte Musik: Flächen, Strukturen, Linien und Knäuel werden dem Hörer geradezu plastisch um die Ohren gespielt. Tristan Murail beschäftigt sich in »Treize couleurs du soleil couchant« (13 Farben der untergehenden Sonne) musikalisch mit Strahlung und Licht und auch Claude Debussy beschreibt in seinem Nachmittag eines Fauns das Unkonkrete: Die wunderschöne Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Prosper Merimée verarbeitet Stimmungen und Eindrücke, gilt als das zentrale Werke des musikalischen Impressionismus und war schon bei der Uraufführung 1894 ein großer Erfolg.

Der italienische Barockspezialist Riccardo Minasi hat mit nahezu allen historisch orientierten Orchestern zusammengearbeitet und Projekte etwa mit Jordi Savall, René Jacobs, Cecilia Bartoli oder Thomas Hengelbrock realisiert. Das Ensemble Resonanz beriet er bereits im Dezember 2010 bei der Einstudierung eines Werks von Jean-Philippe Rameau.

Einen Vorgeschmack auf das Programm kann man am 18. Januar, dem Vortag des Konzerts in der HörProbe bekommen: Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz erläutern in einer einstündigen öffentlichen Probe ihre Arbeitsweise und Werke aus dem Programm. Der Eintritt ist frei.

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