WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Am 28.10.2012 starb HANS WERNER HENZE in Dresden.
GISELA! oder: die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks
Ein Musiktheaterstück von Hans Werner Henze, Christian Lehnert und Michael Kerstan
Für Schauspieler, Sänger, Mimen, kleinen gemischten Chor Instrumente und Live-Elektronik
Musik | Hans Werner Henze
Libretto | Christian Lehnert und Michael Kerstan
Gisela Geldmaier (lyrischer Sopran) Studentin der Kunstgeschichte | Hanna Herfurtner
Gennaro Esposito (Tenor), Schreiner Volksschauspieler, Darsteller des Pulcinella | Fausto Reinhart
Hanspeter Schluckebier (Bariton), Student der Vulkanologie, Verlobter von Gisela | Michael Dahmen
Regie | Pierre Audi
Bühne | Christof Hetzer
Musikalische Leitung | Steven Sloane
Jugendkammerchor der Chorakademie Dortmund
Studio musikFabrik | Jugendensemble des Landesmusikrats NRW
Eine Uraufführung der Ruhrtriennale 2010
Auftragswerk der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 für „Das Henze-Projekt".
Der Kompositionsauftrag wird gefördert durch die Kunststiftung NRW
Videoschnitt | Valerij Lisac | www.klanghafen.de
Ein „kretisch, maritim, urzeitiges" Musiktheater wollte Hans Werner Henze (*1926) mit seiner Oper „Phaedra" auf das Libretto des Lyrikers Christian Lehnert komponieren -- und präsentierte mit der Uraufführung 2007 an der Berliner Staatsoper ein magisches Spätwerk. Geheimnisvolle Schattierungen, exotische Klangwirkungen und kammermusikalische Durchsichtigkeit vereinen sich zu einer ganz eigenen Musiksprache. Entstanden ist ein Meisterwerk, dessen labyrinthische, der Dramaturgie eines imaginären Theaters folgende Strukturen tief hinein in die ebenso faszinierende wie fremde Welt des antiken Mythos entführen. Die Zeitschrift „Opernwelt" kürte „Phaedra" zur Uraufführung des Jahres; für die Neuinszenierung der Deutschen Oper am Rhein im Rahmen des Henze-Projekts „Neue Musik für eine Metropole" der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 konnte die Regisseurin Sabine Hartmannshenn gewonnen werden, die seit ihrer zur Produktion des Jahres 2002 gewählten „Lulu"-Inszenierung an der Oper Göteborg mit ihren Arbeiten an vielen internationalen Bühnen begeisterte.
Eine Koproduktion der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 für „Das Henze-Projekt"
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Hans Werner Henze
PHAEDRA
Konzertoper in zwei Akten
Text von Christian Lehnert
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung Sabine Hartmannshenn
Bühne Dieter Richter
Kostüme Susana Mendoza
Licht Volker Weinhart
Dramaturgie Anne do Paço
Phaedra Ursula Hesse von den Steinen
Aphrodite Anke Krabbe
Hippolyt Jussi Myllys
Artemis Vasily Khoroshev
Minotaurus (Sänger) Richard Sveda
Minotaurus (Tänzer) Jhane Hill
Gehilfe der Artemis Harald Beutelstahl
Orchester Duisburger Philharmoniker
Video: Ralph Goertz
Die Semperoper Dresden gewährt spannende Einblicke in ihre umfangreichen Probearbeiten. Am 13. September bringt das Haus Hans Werner Henzes wohl politischstes Werk auf die Bühne. "Wir erreichen den Fluss/We come to the river" ist ein Bekenntnis gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung. Das Stück bildet den Auftakt der Spielzeit 2012/13 -- eine Spielzeit, die dem wohl bekanntesten Komponisten der Gegenwart einen eigenen Programmschwerpunkt widmet, der Oper, Ballett und Konzerte umfasst.
"Wir erreichen den Fluss" wurde nur wenige Male aufgeführt, zuletzt 2001 in Hamburg. Für die Dresdner Semperoper inszeniert Regisseurin Elisabeth Stöppler das komplexe und äußerst personenreich besetzte Stück. Geprobt wird auf einer Probebühne im ehemaligen Robotron-Domizil.
O-Ton: Elisabeth Stöppler, Regisseurin
Das Werk soll den Zuschauer berühren - dieser Wunsch Henzes verspricht in der Dresdner Produktion in Erfüllung zu gehen. Mit "Wir erreichen den Fluss" setzt die Sächsische Staatsoper ihre langjährige Tradition um Hans Werner Henze fort. Seit den 60er Jahren ist der Komponist eng mit Dresden verbunden, zahlreiche seiner Werke kamen hier zur Aufführung.Im Rahmen des Henze Schwerpunktes ist auch die Oper „Gisela! Oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks" zu erleben.
Nach der Premiere am 13. September steht „Wir erreichen den Fluss" im September gleich vier Mal auf dem Spielplan der Semperoper.
Hans Werner Henze: Prison Song (1971) Jonathan Faralli, percussionist. The following explanation of this work is provided by Jonathan Faralli: "Hans Werner Henze's Prison Song of 1971 is one of the works in the percussion repertoire which is the richest in poetic significance. Underlying the piece, which is based on the poem "The Leg-Irons" from Ho Chi Minh's prison diary, is a tape recording made previously by the performer, on which he has recorded the sounds that reach the cell from the outside: the noises in the prison corridors, the voices of the prison guards, the inmates' steps and the odd fragment of undefinable music emanating from the street just beyond the prison; all of this is accompanied by continuous breathing. The performer depicts the prisoner and creates his sounds from this perspective, by using bamboo pipes, wooden objects presumably found in the cell and which are used to imitate the sounds coming from the street in order to establish a connection between them, which is nothing but the synthesis of the drama expressed in the lines of the poem."
The Leg-irons,
(from the Prison Diary of Ho Chi Minh)
"With hungry mouth open like a wicked monster,
Each night the irons devour the legs of people:
The jaws grip the right leg of every prisoner:
Only the left is free to bend and stretch.
Yet there is one thing stranger in this world:
People rush in to place their legs in irons.
Once they are shackled, they can sleep in peace.
Otherwise they would have no place to lay their heads."