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GEW: „Rekordausgaben für Rüstung – Kürzungen in der Bildung“

gew

 

Bildungsgewerkschaft zum Antikriegstag: Bildung statt Rüstung!

 

Frankfurt a.M. – „Bildung statt Rüstung!“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf den Antikriegstag am Samstag angemahnt. „Mehr als 1,7 Billionen US-Dollar haben die Regierungen weltweit 2011 für Rüstung ausgegeben. Der Waffenhandel boomt. Schlechte Zeiten dagegen für die Bildung: Viele Staaten geben mehr Geld für Rüstung als für Bildung aus“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M. So werde das Recht auf Bildung doppelt torpediert: Die Rüstungsausgaben reduzierten die Spielräume für Bildungsinvestitionen, bewaffnete Konflikte beraubten die Menschen in diesen Ländern ihrer Bildungschancen. „Diese Entwicklung muss radikal umgedreht werden“, verlangte Thöne.

„Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass Deutschland sich zum Nutznießer von Waffenexporten macht: Mehr als 2,4 Milliarden Euro will der griechische Staat für sechs U-Boote ausgeben, die deutsche Werften in das südeuropäische Land liefern sollen. Gleichzeitig drängt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Griechenland zu sozialen Kahlschlagsbeschlüssen und die Sparkommissare der Troika wollen das Modell der ‚billigen Schule’ durchpauken“, betonte der GEW-Vorsitzende. Er machte deutlich, dass die Exporte von Leopard-II-Panzern nach Saudi-Arabien die himmelschreiende Ungerechtigkeit in den Lebensverhältnissen des Landes weiter verschärfen werde. „Wir wehren uns dagegen, dass Rüstungsausgaben den Zugang aller Menschen zu guter Bildung immer stärker behindern und demokratische Entwicklungen lähmen. Bildung ist ein Menschenrecht“, unterstrich Thöne.

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